Ukrainische Drohne schlägt im Herzen Moskaus ein

In der russischen Hauptstadt wird die Situation zunehmend brenzliger und das ausgerechnet vor einem der wichtigsten nationalen Feiertage. Dort ist es gerade der Ukraine gelungen, eine Drohne direkt vor die Haustür des Kremls zu schicken. Getroffen wurde ein Luxushochhaus, das in Flammen aufging. Der Einschlag wurde von Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin bestätigt, der daraufhin wies, dass auch zwei weitere ukrainische Drohnen über dem Zentrum der russischen Hauptstadt entdeckt und abgeschossen wurden. Die Ankunft der ukrainischen Drohnen ist keine gute Nachricht für den ohnehin schon paranoiden russischen Präsidenten Wladimir Putin, der in wenigen Tagen die alljährliche Militärparade zum 9. Mai, dem Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland, arrangiert.

Militärparade ohne Waffen

Der Moskauer Bürgermeister sagte in einer Stellungnahme, dass niemand bei dem Drohneneinschlag getötet oder verletzt wurde, aber dass erheblicher Sachschaden entstand. Acht Wohnungen in dem luxuriösen Hochhaus, das nur wenige Kilometer vom Kreml entfernt im Westen der russischen Hauptstadt steht, wurden durch den Einschlag völlig zerstört. Auch die Bewohner im Rest des Hauses mussten evakuiert werden. In Moskau wächst jetzt die Beunruhigung vor den Festlichkeiten hinsichtlich der Militärparade am kommenden Samstag, zu der nicht nur eine große Publikumsmenge, sondern auch eine Reihe Repräsentanten für russlandfreundliche Nationen erwartet werden. Die Parade musste bereits aus Angst vor ukrainischen Angriffen stark eingeschränkt werden und wird zum ersten Mal in der russischen Geschichte weder Panzer noch Raketen vorzeigen. Sowohl in Russland als auch international werden diese russischen Einschränkungen zum Sinnbild dafür, dass der völkerrechtswidrige Krieg immer weniger zum Vorteil des autokratischen Landesoberhauptes geht. 

Putin versteckt sich im Bunker 

Aus Putin-nahen Kreisen kommen jetzt Meldungen, dass der russische Präsident seine eigene Sicherheitsvorkehrung im Laufe der letzten Wochen erheblich erhöht hat. Nicht nur hat er sein eigenes öffentliches Auftreten stark reduziert, sondern er hat sein Leben und das seiner Familie zurzeit zumeist in unterirdische Bunker verlegt. Seinen engsten Angestellten und Mitarbeitern, Köche inbegriffen, wurde ein Handyverbot erteilt, um zu verhindern, dass der ukrainische Geheimdienst den Aufenthaltsort des russischen Präsidenten aufspüren kann. Jetzt hat das russische Verteidigungsministerium eine Feuerpause im Krieg gegen die Ukraine ab Freitag bekannt gegeben. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenkyj wurde jedoch keine offizielle Anfrage auf eine gegenseitige Waffenruhe in der Ukraine entgegengenommen. Die russischen Pläne, einen Waffenstillstand zu vereinbaren, um Russland die Feier dieses Tages zu ermöglichen, empfindet er als lächerlich, aber er geht mit einer gewissen Genugtuung davon aus, dass Moskau plötzlich Angst hat, dass ukrainische Drohnen „über dem Roten Platz schwirren“ könnten. 

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  • Hoffentlich schwirren die Drohnen.
    Damit endlich auch Putin den Frieden macht.

  • Es soll wohl mehr paranoide Präsidenten geben! Kopfgeldjäger sind schon unterwegs und das Kopfgeld ist schon ausgelobt. Hoffentlich schwirren auch Drohnen endlich woanders, damit Frieden wieder herrscht. Die Steuergelder wieder für sinnvolle notwendige Dinge eingesetzt werden und nicht sinnlos für Tot und Elend verpulvert werden.

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Alexander Grünstedt