

Der Krieg im Iran schlägt immer größere Wellen und hat zunehmend auch hierzulande gravierendere Folgen. Nicht nur haben die vom Iran finanzierten Huthis im Jemen die wichtigste Hafenstadt im Roten Meer überrannt und damit die einzige Alternativroute für Öl aus dem Nahen Osten potenziell blockiert. Jetzt kommen Nachrichten, dass Rebellen, die auf der Seite Irans stehen, vom Irak aus Angriffe auf saudi-arabische Pipelines unternehmen und diese zerstören.
Durch die eingeschränkten Ölzufuhren gerät der Markt außer Kontrolle und in Deutschland könnten die Spritpreise innerhalb weniger Wochen auf über 3 Euro pro Liter steigen. Für den amerikanischen Präsidenten Donald Trump, der gemeinsam mit seinem israelischen Amtskollegen Benjamin Netanjahu aufgrund deren Attacke auf den Iran im Februar die Schuld für die prekäre Situation trägt, streitet jedoch jegliche Verantwortung ab. Stattdessen legt er die Schuld einzig und allein auf die Schultern der Ukraine und von Präsident Wolodymyr Selenskyj.
Ukraine schadet der Welt
Trotz der prekären Situation im Nahen Osten, die sich täglich verschlimmert, befindet sich der amerikanische Präsident zurzeit auf einem Golfurlaub in Irland. Dort wurde er von mehreren europäischen Journalisten aufgespürt und nach dem Stand der Dinge in Sachen Ölpreise und Transportrouten befragt. Natürlich wollte der Amerikaner wie gewöhnlich keine Verantwortung übernehmen und beschuldigte stattdessen die Ukraine, hinter den extrem hohen Spritpreisen zu stehen. Dabei wies der umstrittene amerikanische Präsident darauf hin, dass die Ukraine immerhin „zahlreiche andere Ziele“ haben könnte, anstelle der russischen Ölraffinerien, die ständig durch ukrainische Drohnen in Flammen aufgehen. Mit den wiederholten Attacken auf russische Ressourcen fügt die Ukraine „der Welt enormen Schaden zu“.
Geplantes Gipfeltreffen
Besonders die Dieselpreise sind ein Dorn im Auge des Präsidenten, denn diese haben auch in den USA, wo selbst nicht genug dieser Art von Sprit produziert wird, ein beinahe unbezahlbares Hoch erreicht. Trumps republikanischer Partei steht eine schwierige Wahl im November bevor und jeder negative Einschnitt in das Alltagsleben der Amerikaner könnte weitere Stimmen kosten. „Selenskyj muss eines tun. Er muss aufhören, Dieselvorräte in Russland zu zerstören“, sagte Trump zu den Reportern. „Er soll ruhig Ziele angreifen, aber nicht Diesel, denn dadurch verursacht er eine Dieselknappheit.“ In der Zwischenzeit arbeiten amerikanische Diplomaten und der Chef des Geheimdienstes CIA daran, ein Gipfeltreffen in Washington zwischen Trump, Selenskyj und Putin für Friedensverhandlungen zustande zu bringen.
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Der Trump ist der alleinige Schuldige für den hohen Spritpreis. Nun ist Trump der Meinung, dass Putin von diesem hohen Spritpreis profitieren sollte. Wie viel bekommt Trump davon? Wie korrupt kann ein Präsident noch sein?