So etwas gab es noch nie: Polizei warnt vor extrem gefährlichem Betrug

Es ist der gefährlichste Betrug, der Deutschland seit Jahren heimgesucht hat: Nach Angaben der Polizei werden Verbraucher mit einem äußerst verlockenden Angebot getäuscht: der Aussicht auf eine kleine Belohnung für die Erledigung einer einfachen Aufgabe.

Wer könnte nicht ab und zu ein bisschen Taschengeld gebrauchen? Ein paar Euro extra für den Urlaub oder eine besondere Anschaffung. Gerade für viele Senioren ist die Chance, ein paar Euro dazu zu verdienen, eine willkommene Gelegenheit. Dreiste Betrüger wissen das nur zu gut und haben eine perfide Methode entwickelt, um ihre Opfer anzulocken – die dann alles verlieren könnten.

Der Betrug beginnt harmlos
Die BILD berichtet von einem konkreten Fall, der sich erst kürzlich ereignet hat: Ein Rentner sah eine Anzeige auf Facebook: „Möchten Sie Geld für einfache Aufgaben verdienen?“ Ein Klick und die Eingabe einiger Daten später kontaktiert ihn eine Frau über WhatsApp und lädt ihn ein, einer Telegram-Arbeitsgruppe beizutreten. Die Aufgabe besteht darin, Bewertungen für Hotels zu schreiben. Pro vier Bewertungen werden acht Euro angeboten.

Der Rentner beginnt mit der Arbeit und freut sich sehr, als die ersten Zahlungen eingehen. Acht Euro sind vielleicht nicht viel, aber die Aufgabe ist ja auch nicht besonders schwierig. „Das Geld kam wirklich an“, erinnert er sich. „Deshalb dachte ich zunächst, dass das Angebot seriös ist.“

Doch schon bald änderte sich alles: Er wurde eingeladen, einer weiteren Gruppe von „VIPs“ beizutreten, wo er einer kleineren Untergruppe zugewiesen wurde, die bestimmte Aufgaben zu erledigen hatte. Die Bedingung: Alle in der Gruppe müssen innerhalb einer Stunde zustimmen, an einer Aufgabe teilzunehmen. Auch das Thema hatte sich geändert: Nun handelte es sich um investitionsbezogene Aufgaben. Wie ihm erklärt wurde, suchten Kryptowährungshändler nach kurzfristigen Geldleihen, die sie dann mit einem Bonus zurückzahlen würden. Die erste Investition, auf die sich die Gruppe einigte: jeweils 36 Euro – ein harmloser, überschaubarer Betrag. Dafür erhielten sie alle wenige Stunden später jeweils 48 Euro zurück. Es folgten drei oder vier weitere „Investitionen“, und jedes Mal war der erforderliche Betrag etwas höher, dafür aber auch die Rendite.

Das verlockende Angebot, mehr Geld zu verdienen
Dann kamen in der größeren VIP-Gruppe Gerüchte auf, dass einige Mitglieder viel Geld verdient hätten. Ein oder zwei Personen aus der kleineren Arbeitsgruppe sprachen über diese Gerüchte und wollten wissen, ob ihnen solche Aufgaben ebenfalls angeboten würden. Und siehe da, ein solches Angebot taucht tatsächlich auf: die Chance, 2.648 Euro zu verdienen. Natürlich war die erforderliche „Investition“ entsprechend höher, doch mehrere Personen in der Arbeitsgruppe des Rentners sind daran interessiert, mitzumachen.

An diesem Punkt kommt dem Rentner ein ungutes Gefühl: Der geforderte Mindestinvestitionsbetrag liegt bei 550 Euro, doch es ist sogar von 1.550 und 3.550 die Rede. Die angebotenen Renditen sind immens, doch für ihn ist die Investition einfach zu viel Geld. Als er dies seinem Arbeitgeber mitteilt, wird er unter Druck gesetzt, die Gruppe nicht im Stich zu lassen, und erneut mit dem Geld, das er erhalten würde, in Versuchung geführt. Die Nachrichten eskalieren schnell zu Beleidigungen und sogar Drohungen, dass er sein bereits investiertes Geld nie wieder sehen werde.

Polizei mahnt Bürger zu äußerster Vorsicht
Im Nachhinein lässt sich leicht erkennen, wie der Rentner in die Falle gelockt wurde, wie sein Vertrauen durch die anfänglichen Erfolge gestärkt wurde und wie bestimmte Mitglieder der Gruppe dazu beitrugen, Druck auf ihn und die anderen auszuüben. Investiere nur ein bisschen mehr Geld und verdiene mehr. Dass der Betrug funktioniert, ist leider nur allzu offensichtlich: Die „VIP“-Gruppe gewann täglich Hunderte neuer Mitglieder hinzu.

Insgesamt verlor der Rentner 90 Euro und ist froh, dass er rechtzeitig ausgestiegen ist. Eine Frau aus Niefern-Öschelbronn (im Enzkreis) hatte nicht so viel Glück. Wie „Die Neue Welle“ berichtet, verlor sie bei einem ähnlichen Betrug 6.000 Euro. Die Polizei warnt die Bürger nun eindringlich, bei solchen Angeboten äußerste Vorsicht walten zu lassen:

  • Zahlen Sie niemals Geld im Voraus und leisten Sie keine Zahlungen an Dritte, um Prämien oder Boni zu erhalten.
  • Wenn das Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein, seien Sie misstrauisch! Anzeigen, die unrealistische Beträge für einfache Tätigkeiten wie Klicks oder Bewertungen versprechen, sind oft Betrugsversuche.
  • Wenn Ihnen etwas seltsam vorkommt: Beenden Sie den Kontakt und blockieren Sie die Nummern.

Wenn Sie auf einen solchen Betrug hereingefallen sind, schreiben Sie Ihren Verlust nicht einfach als Lernerfahrung ab. Wenden Sie sich an Ihre örtliche Polizei und erstatten Sie Anzeige: Geben Sie so viele Informationen wie möglich über den Vorfall an, einschließlich aller Chat-Verläufe, Screenshots sowie Überweisungsbelege. Falls Sie sensible Daten preisgegeben haben, sollten Sie sich außerdem umgehend an Ihre Bank wenden.

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  • Ja, ja, die Polizei. Die tut gar nichts. Ich kannte Namen, Bankverbindung des Täters (Deutscher) und trotzdem hat die Polizei nichts gemacht. Sie hat meine Anzeige entgegengenommen und das war dann schon alles. Ich selbst habe dann recherchiert und glücklicherweise auch einen Teil des Verlustes wieder zurückerhalten. Auch, wenn man der Polizei Informationen über kriminelle Machenschaften zukommen lässt und auf Prävention durch Polizei-Aktivität hofft, hofft man vergebens. Die 1. Frage der Polizei ist: Sind Sie Geschädigter? Wenn man das verneint, macht die Polizei nicht den kleinen Finger krumm. Über trojaner@polizei-labor.de soll man verdächtige mails melden. Ich frage mich warum? Jedenfalls habe ich noch auf keinen Hinweis von mir - und es waren sehr viele - von der Polizei irgendeine Stellungnahme erhalten und auch keine Meldung, dass man erfolgreich gegen die Täter vorgegangen ist. Armes Deutschland.

  • Unabhängig das die Polizei der sehr hohen Vielzahl von Anzeigen nicht nachkommen kann (das Personal fehlt) und eine Auswahl der Delikte vorgenommen wird, wird der Dieb,Einbrecher NICHT verurteilt wenn ER mit Einbruchswerkzeug, mit eindeutiger Bildaufnahme von einer Wildkamera identifiziert wurde verurteilt. Das ist ein Problem von Vielen was den Bürger auf die Palme bringt das wenig passiert aber Millionen für Krieg ausgegeben werden. Oder das Gegner im Wahlkampf FREUNDE werden CDU/LINKE um einen möglichen Wahlsieg der AfD im Vorfeld schon verhindern in Sachen Anhalt!

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Oskar Herbert