Paukenschlag: Bill Gates spricht offen von Erpressung

Tech-Milliardär, Pandemie-Prophet, Philanthrop: Bill Gates hat viele Gesichter. Dass jemand die Oberhand über ihn gewinnen könnte, erscheint höchst unwahrscheinlich. Umso schockierender sind daher Gates’ neueste Enthüllungen.

„Ich hätte mich niemals mit Epstein treffen sollen“, gibt Gates zu. Und doch hat er sich mit ihm getroffen – und zwar mehrfach. Bill Gates’ Name taucht in den Epstein-Akten nicht weniger als 2600 Mal auf. Nun ist Gates vor dem Untersuchungsausschuss des Repräsentantenhauses erschienen, um seine Aussage zu machen.

Bill Gates wurde von Jeffrey Epstein erpresst
Laut Gates begann alles ganz harmlos: Er (Gates) war auf der Suche nach neuen Spendern für seine philanthropischen Projekte, und Epstein versprach ihm als Vermögensverwalter, ihn mit Leuten in Kontakt zu bringen, die helfen könnten. Dass dies bereits geschah, nachdem Epstein 13 Monate in einem Gefängnis in Florida wegen Anstiftung Minderjähriger zur Prostitution verbracht hatte, war Gates nach eigenen Angaben nicht vollständig bewusst. Dass Epstein mit dem Gesetz in Konflikt geraten war – ja. Das Ausmaß dessen, was Epstein vorgeworfen wurde – nein.

Und dennoch, wie t-online schreibt, wäre dies für Gates beinahe zu einer Katastrophe geworden. Er erklärte, er habe über den Vermögensverwalter keine Spender für seine Projekte gefunden. Als er versuchte, den Kontakt zu Epstein abzubrechen, begann dieser, ihn zu erpressen. Laut Gates wusste Epstein von seinen Affären. Auf diese Weise versuchte er, Gates zu zwingen, wieder Kontakt aufzunehmen.

Tatsächlich stellte Epstein mehrere Behauptungen über Bill Gates auf: Er habe für Gates Treffen mit russischen Mädchen arrangiert. Gates habe sich bei einer von ihnen mit einer Geschlechtskrankheit angesteckt. Gates habe versucht, seiner Frau Melinda heimlich Antibiotika zu verabreichen, um sie vor einer Ansteckung zu schützen.

Gates traf „schreckliche Fehlentscheidung“
Obwohl Bill Gates zugab, Affären mit zwei russischen Frauen gehabt zu haben, hat er alle anderen Behauptungen Epsteins stets vehement zurückgewiesen: Er sei niemals auf Epsteins Insel, auf dessen Ranch oder in dessen Haus in Florida gewesen. Eines der Ausschussmitglieder spricht davon, dass Gates eine „schreckliche Fehlentscheidung“ getroffen habe, als er sich mit Epstein einließ.

Gates erschien freiwillig vor dem Ausschuss, um dabei zu helfen, „Gerechtigkeit für die Opfer“ zu erreichen. Abgesehen von der Geschichte, wie Gates Epstein kennenlernte, dem Eingeständnis seiner Affären und Epsteins Erpressung in diesem Zusammenhang enthielt die Aussage des Microsoft-Milliardärs für den Ausschuss jedoch offenbar wenig Brauchbares. Wie der republikanische Abgeordnete Tim Burchett während einer Pause erklärte, sei Gates sehr gut auf die Befragung vorbereitet gewesen, doch wie er hinzufügte: „Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob wir daraus wirklich viel mitnehmen können.“

Bill Gates scheint seinen Kontakt zu Epstein als ein Kapitel betrachtet zu haben, das er endgültig abgeschlossen hatte, doch letztendlich holte ihn die Vergangenheit wieder ein. Laut dem „Wall Street Journal“ hatte sich Melinda Gates bereits seit mindestens Oktober 2019 mit Scheidungsanwälten getroffen, nachdem Gates’ Geschäftsbeziehungen zu Epstein öffentlich geworden waren. Bill und Melinda Gates wurden schließlich 2021 nach 27 Jahren Ehe geschieden.

Foto: © European Union, 2026, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

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Oskar Herbert