Durchfall-Drama bei deutschem Open-Air-Festival

Gesundheitsalarm auf dem WHOLE Festival in Sachsen-Anhalt: Bei mehreren Erkrankten wurden Noroviren nachgewiesen. Während Tausende Menschen auf dem Gelände in Ferropolis feiern, wurden die Hygiene- und Reinigungsmaßnahmen deutlich verschärft.

Auf dem Festivalgelände bei Gräfenhainichen ist es zu einer Häufung von Magen-Darm-Erkrankungen gekommen. Das Gesundheitsamt des Landkreises Wittenberg bestätigte den Norovirus-Nachweis in zwei untersuchten Proben. Nach dem aktuellen Ermittlungsstand dürfte sich der Erreger vor allem von Mensch zu Mensch verbreitet haben.

Nach Medienberichten sollen am ersten Festivaltag rund 60 Menschen unter Beschwerden wie Durchfall und Erbrechen gelitten haben. Der Veranstalter hatte zuvor mitgeteilt, dass bereits während der Aufbauphase eine kleinere Zahl von Crewmitgliedern Magen-Darm-Symptome entwickelt habe. Eine offiziell bestätigte Gesamtzahl aller Erkrankten liegt bislang nicht vor.

Bei Kontrollen auf dem Gelände stellten die Behörden auch Mängel fest. Lebensmittel seien teilweise nicht ausreichend vor möglichen Verunreinigungen geschützt gewesen. Entsprechende Gegenmaßnahmen wurden nach Angaben des Gesundheitsamtes angeordnet. Ob man den Virus aber noch eindämmen kann, ist beinahe auszuschließen.

Ob Lebensmittel zur weiteren Verbreitung des Virus beigetragen haben, wird noch untersucht. Als ursprüngliche Ursache für den Ausbruch werden sie nach derzeitigem Kenntnisstand aber nicht gesehen. Die Auswertung entnommener Lebensmittelproben ist jedoch auch noch nicht abgeschlossen.

Das WHOLE Festival soll erst einmal weiterhin wie geplant stattfinden. Die Veranstaltung läuft vom 17. bis zum 20. Juli 2026 auf dem Ferropolis-Gelände und verbindet elektronische Musik mit Kunst, Workshops und queerer Clubkultur.

Veranstalter und Gesundheitsamt haben zusätzliche Maßnahmen zur Eindämmung eingeleitet. Sanitärbereiche und häufig berührte Flächen werden verstärkt gereinigt und desinfiziert. Außerdem sollen mehr Möglichkeiten zum Händewaschen und geeignete Desinfektionsmittel bereitstehen. Nach Angaben des Festivalteams wurde das Trinkwasser getestet und als sicher eingestuft. Auch der Badesee sei freigegeben.

Das Gesundheitsamt appelliert an alle Besucher, ihre Hände regelmäßig und gründlich mit Wasser und Seife zu waschen. Flaschen, Geschirr, Besteck und Lebensmittel sollten nicht mit anderen geteilt werden.

Wer bereits vor der Anreise unter Durchfall oder Erbrechen leidet, soll dem Festival fernbleiben. Treten die Symptome erst vor Ort auf, sollen Betroffene nicht weiter an Veranstaltungen teilnehmen, Kontakte vermeiden und möglichst zeitnah nach Hause fahren. Diese Vorsichtsmaßnahmen gelten auch für mindestens 48 Stunden nach dem Ende der Beschwerden.
Menschen, die während oder unmittelbar nach dem Festival erkranken, werden gebeten, sich beim Gesundheitsamt des Landkreises Wittenberg zu melden. Dadurch soll das tatsächliche Ausmaß des Norovirus-Ausbruchs genauer ermittelt werden.

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  • Ich denke, das Virus wird hauptsächlich in den Woken und sich als bahnhofdefinierenden Lebensformen verbreitet. Wer seine Zunge bei diesen Hygieneverhältnissen beim woken Freund im Enddarm verankern muss, wird hin und wieder die dünnflüssige Geburt einer ehemaligen stabilen Wurst in Kauf nehmen müssen. Wenn man sich die genetischen Mülltonnen anschaut, die sich zu solchen Auftrieben der zukünftigen Generationen versammeln, kann man nur hoffen, dass der Planet in Bälde von diesem Müll befreit wird.

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Jerry Heiniken