Beängstigende Ausweitung des Ukraine-Kriegs: Neues Land steigt in den Kampf ein

Im Ukraine-Krieg zeichnet sich eine Wende mit beängstigenden Folgen ab: Die Ukraine hat sich einen neuen Feind geschaffen, ein Land, das sich möglicherweise bereits darauf vorbereitet, auf russischer Seite in den Kampf einzugreifen.

Es ist nun mehr als vier Jahre her, seit Russland seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine begonnen hat, und in den letzten Monaten scheint sich das Blatt endlich zugunsten der Verteidiger gewendet zu haben: Die Ukraine hat begonnen, Russland immer wieder dort zu treffen, wo es wehtut. Doch gerade durch diese Angriffe hat sich die Ukraine nun den Zorn eines anderen Landes zugezogen.

Iran soll Truppen in die Ukraine schicken
Es gibt Grund zu der Annahme, dass der Iran im Ukraine-Krieg aktiv werden könnte. Ukrainische Drohnen haben kürzlich russische und iranische Schiffe im Kaspischen Meer angegriffen, was der Regierung in Teheran gar nicht gefällt. Bei dem Angriff auf einen iranischen Tanker soll ein Matrose ums Leben gekommen sein. Der Iran wirft Präsident Selenskij vor, „im Auftrag Israels“ zu handeln, und sinnt nun auf Rache.

Dies könnte, wie das Portal MK.ru den russischen Propagandisten Stanislaw Krapiwnik zitiert, durchaus bedeuten, dass der Iran Truppen in die Ukraine entsenden wird, um auf russischer Seite zu kämpfen. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bezeichnete allein die Angriffe auf die Frachtschiffe als „Kriegsgrund“.

Ukraine: Schiffe transportierten Waffen
Die Ukraine argumentiert, dass sie keine zivilen Schiffe angreift: Die Schiffe befanden sich eindeutig auf der iranisch-russischen Waffenroute, über die der Iran Russland seit Beginn des Konflikts beliefert. Zuvor hatte Russland bereits die Shahed-Drohnen über diese Route erhalten, die zu Beginn des Krieges so viel Zerstörung angerichtet hatten. Russland produziert mittlerweile eine eigene Version der „Shahed“, die „Geran“, doch auch andere Waffen und Munition – wie die Artilleriegeschosse, die Berichten zufolge die Ladung eines Frachters bildeten – fließen weiterhin über das Kaspische Meer. Im Gegenzug erhält der Iran, wie die BILD unter Berufung auf ukrainische Quellen schreibt, russische Technologie, militärisches Know-how und Satellitendaten. Dazu sollen auch Zieldaten für amerikanische und israelische Militärstützpunkte gehören.

Experten befürchten eine russisch-iranische Militärkooperation
Die Ukraine hat den USA unterdessen entscheidendes Fachwissen für die Abwehr iranischer Drohnenangriffe zur Verfügung gestellt. Nach Ansicht von Experten rücken die beiden Kriege – im Iran und in der Ukraine – immer näher zusammen. Kurz bevor Präsident Selenskyj sich mit Trump und Netanjahu traf, war von einer gemeinsamen Bedrohung für die Länder durch eine russisch-iranische Militärkooperation die Rede.

Wie es weitergeht, bleibt abzuwarten. Sicher ist, dass weder der Krieg in der Ukraine noch der im Iran Anzeichen einer Entspannung zeigen.

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Oskar Herbert