Auto rast in Menschenmenge: Tote und Verletzte

„Ich habe das Geräusch des Autos erst gehört, als es die Menschen traf – den Aufprall“, berichtet ein schockierter Augenzeuge. Zwei Männer sind ums Leben gekommen und neun weitere wurden verletzt, als ein Auto absichtlich in eine Gruppe von Menschen fuhr, die an einer Bushaltestelle vor einem Bahnhof warteten.

Schock und Entsetzen in Frankreich: In der ruhigen Stadt Caen in der Normandie hat die Polizei einen 26-Jährigen russischer Herkunft festgenommen, der im Verdacht steht, bei einem Angriff mit einem Auto mehrere Menschen verletzt und getötet zu haben.

Streit endet tödlich
Der schockierende Vorfall ereignete sich am späten Mittwochabend in der Nähe des Bahnhofs von Caen. Ersten Berichten zufolge kam es zu einer Auseinandersetzung, bevor das Fahrzeug in die Gruppe raste. Die Polizei geht davon aus, dass der Verdächtige in einen Streit mit mehreren Personen verwickelt war. Anschließend verließ er den Ort des Geschehens – nur um dann am Steuer seines Autos zurückzukehren.

Das Fahrzeug, ein schwarzer BMW, soll auf eine für Busse reservierte Fahrspur gefahren sein und auf die Menschen zugerast sein, die vor dem Bahnhof an einer Bushaltestelle warteten. Ein Augenzeuge schildert den schrecklichen Moment gegenüber AFP: „Ich habe das Geräusch des Autos erst gehört, als es die Menschen traf – den Aufprall.“

„Der Typ ging weg, er war richtig aufgebracht, kam zurück und fuhr in alle hinein“, berichtet der Zeuge. Er kann immer noch nicht glauben, was passiert ist. Als die Rettungskräfte nur wenige Augenblicke später eintrafen, fanden sie ein Bild des Chaos vor, überall lagen Trümmer und Verletzte. Ein Mann starb kurz nach dem Vorfall, ein zweiter Todesfall wurde einige Stunden später gemeldet. Vom Fahrer fehlte zunächst jede Spur.

Verdächtiger nach Flucht vom Tatort festgenommen
Berichten zufolge floh der Fahrer nach dem Angriff aus Caen. Es wurde eine groß angelegte Fahndung eingeleitet, bei der die Ermittler das CCTV-Material aus der Gegend auswerteten. Der Mann wurde schließlich in Ouistreham festgenommen, einer Hafenstadt etwa 20 Kilometer von Caen entfernt.

In einer Erklärung bestätigte die Polizei später, dass es sich bei dem Mann um einen russischen Staatsbürger tschetschenischer Herkunft handelt. Nach Angaben der Behörden hielt er sich legal in Frankreich auf und war den Sicherheitsdiensten des Landes nicht bekannt. Nach Angaben der Polizei hatte er jedoch einige Verkehrsverstöße begangen.

Bei der Vernehmung gab der Verdächtige an, vor dem Vorfall selbst Opfer von Gewalt auf dem Bahnhofsvorplatz geworden zu sein. Die Ermittler untersuchen nun genau, was sich tatsächlich ereignete, bevor das Auto in die Menschenmenge fuhr.

Mehrere Tote und Verletzte
Das erste Opfer wurde als ein 35-jähriger afghanischer Mann identifiziert. Ein zweiter Mann im Alter von 28 Jahren, bei dem es sich offenbar ebenfalls um einen Afghanen handelt, erlag später seinen Verletzungen.

Neun weitere Männer im Alter zwischen 17 und 36 Jahren wurden verletzt. Sieben befanden sich Berichten zufolge in kritischem Zustand. Wie Euronews berichtet, befinden sich unter den Opfern Menschen aus mehreren Ländern, darunter Frankreich, Afghanistan, Ägypten, Bangladesch und dem Sudan.

Keine Hinweise auf Terrorismus
Die Staatsanwaltschaft von Caen hat Ermittlungen wegen der Todesfälle und des vorsätzlichen Einsatzes des Fahrzeugs als Waffe aufgenommen. Die Behörden betonen, dass es zum jetzigen Zeitpunkt keine Hinweise auf ein terroristisches Motiv gibt.

Die Ermittlungen befinden sich noch in einem frühen Stadium, und die Polizei wertet weiterhin Aufnahmen von Überwachungskameras und andere Beweismittel aus. Die Ereignisse haben die Einwohner der Stadt zutiefst erschüttert. Wie ein Mann erklärt: „Die Menschen stehen unter Schock, so etwas ist in Caen noch nie passiert.“

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  • Der Terror macht auch vor Ländergrenzen keinen Halt! Die Terrorgefahr zieht sich durch ganz Europa und Frankreich ist ein lohnendes Ziel, Verhindern können wir es nicht! Gosen/Neu-Zittau in Brandenburg auch wenn es als vermutliche Beziehungstat dargestellt wird, steckt mehr dahinter als uns durch die Medien mitgeteilt wird!

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