

Ein Milliarden-Schock steht uns bevor: unfassbare 75 bis 80 Prozent mehr Zahlungen könnten an die Europäische Union fällig werden! Die Politik ist sich einig, dass das gar nicht stemmbar wäre.
Thomas Ossowski ist ständiger Vertreter Deutschlands bei der Europäischen Union und warnt jetzt dringend vor einem „immensen Aufwuchs“ von Deutschlands Beiträgen zum EU-Haushalt. Die Zahlungen an Brüssel könnten um 75 bis 80 Prozent steigen, und zwar schon ab dem Jahr 2028. Angesichts knapper Kassen sei das „schlicht nicht leistbar“, so Ossowski.
Deutschland steuert viel bei
Dabei hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen für die Jahre 2028 bis 2034 bereits einen Rekord-Haushalt von zwei Billionen Euro eingeplant. 2024 wurden rund 27,4 Milliarden Euro von der Bundesrepublik an die EU überwiesen. 80 Prozent mehr würde damit einen Anstieg auf insgesamt 49,3 Milliarden Euro pro Jahr bedeuten. Und das, obwohl Deutschland als immer noch wirtschaftlich stärkstes EU-Land einen 25-Prozent-Anteil am Brüsseler Haushalt beisteuert. Gleichzeitig ist Deutschland der größte Profiteur des EU-Binnenmarktes.
Viele Länder gegen Erhöhung
Jeder vierte Euro kommt also aus Deutschland. Von der Leyens XXL-Haushalt wird vermehrt kritisch gesehen. Am Dienstag sollen sich zu dieser Causa Vertreter „gleich gesinnter Staaten“ zusammengesetzt haben, die sich gegen eine Erhöhung der Beiträge aussprachen. Auch Finnland, Dänemark, die Niederlande, Österreich und Belgien würden einen Sparkurs bevorzugen.
Andere Staaten wollen größeren Haushalt
Dem gegenüber stehen 16 Staaten aus Süd- und Osteuropa, die sich einen noch größeren EU-Haushalt wünschen. Darunter etwa Polen, Italien, Spanien und Portugal. Auch Gemeinschaftsschulden stehen zur Diskussion – von Bundeskanzler Friedrich Merz kam dazu aber bisher ein klares Nein.
CDU: „Werden wir nicht mittragen!“
Bei der CDU kritisiert man: „Bevor in Brüssel nach mehr Geld gerufen wird, müssen dort erst einmal eigene Sparvorschläge auf den Tisch!“ Tilman Kuban ist europapolitischer Sprecher der Unionsfraktion und sagt gegenüber BILD: „Einen weiteren Aufwuchs des EU-Bürokratieapparats werden wir nicht mittragen.“