Deutsche Industrie verzeichnet steigenden Auftragseingang

Der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland ist im Mai 2026 gegenüber April saison- und kalenderbereinigt um 1,9 Prozent gestiegen. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen war der Auftragseingang um 1,0 Prozent höher als im Vormonat, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Angaben am Montag mit.

Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich lag der Auftragseingang von März bis Mai 2026 um 0,2 Prozent niedriger als in den drei Monaten zuvor, ohne Großaufträge stieg er im gleichen Zeitraum um 4,1 Prozent. Im April 2026 fiel der Auftragseingang nach Revision der vorläufigen Ergebnisse gegenüber März 2026 um 3,2 Prozent (vorläufiger Wert: -3,8 Prozent).

Die positive Entwicklung im Mai ist wesentlich auf den deutlichen Anstieg im sonstigen Fahrzeugbau (Flugzeuge, Schiffe, Züge, Militärfahrzeuge) zurückzuführen. Hier lagen die Neuaufträge aufgrund mehrerer Großaufträge um 85,0 Prozent höher als im Vormonat. Auch die Zuwächse der Auftragseingänge im Maschinenbau (+3,7 Prozent) und im Bereich Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (+5,7 Prozent) beeinflussten das Gesamtergebnis positiv. Negativ wirkte sich hingegen der Rückgang in der Automobilindustrie (-3,8 Prozent) und im Bereich Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (-7,8 Prozent) aus.

Bei den Investitionsgütern lag der Auftragseingang im Mai 2026 um 2,2 Prozent höher und bei den Vorleistungsgütern um 1,4 Prozent höher als im Vormonat. Bei den Konsumgütern stieg er um 2,4 Prozent.

Die Auslandsaufträge stiegen im Mai 2026 um 2,2 Prozent. Dabei stiegen die Aufträge aus der Eurozone um 11,2 Prozent und die Aufträge von außerhalb der Eurozone sanken um 3,2 Prozent. Die Inlandsaufträge stiegen um 1,3 Prozent.

Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben im Mai saison- und kalenderbereinigt 1,8 Prozent höher als im Vormonat, so die Statistiker weiter. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Mai 2025 war der Umsatz kalenderbereinigt 4,2 Prozent höher. Für April 2026 ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Anstieg von 0,1 Prozent gegenüber März 2026; damit wurde das vorläufige Ergebnis bestätigt.

dts Nachrichtenagentur

Foto: Stahlproduktion (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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