

Am Donnerstag hat der Dax zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.289 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss
„Nach einem zähen Start nahm der Dax im Tagesverlauf Fahrt auf und es gelang ihm der Sprung über die 25.300er-Marke“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Doch dann setzten mit der Handelseröffnung an der Wall Street beim KI-Highflyer Nvidia nach erneut starken Zahlen Gewinnmitnahmen ein und zogen den Dax mit nach unten.“
Das sei das Niveau, auf dem der Markt bereits dreimal im Februar umgedreht sei, so Lipkow. „Prallt der Index jetzt erneut oben ab, könnten mehr und mehr Anleger so langsam, aber sicher die Geduld verlieren. Um das Allzeithoch anzulaufen, sollte der Dax diese Barriere also zeitnah aus dem Weg räumen.“
Insgesamt sei zu beobachten, dass die Investoren ihre Zurückhaltung ob der geo- und handelspolitischen Sorgen etwas aufgegeben haben. „Vorsicht sollte allerdings auch deshalb weiter geboten sein, da sich das Handelsvolumen bereits seit einigen Handelstagen rückläufig entwickelt. Die aktuelle Konsolidierungsphase im Dax steht dadurch auf sehr tönernen Füßen“, erklärte der Analyst. „Daraus ergeben sich auf der anderen Seite aber auch Chancen, sollten die Käufer zurückkehren und die Kurse entsprechend unter höherem Handelsvolumen anziehen.“
Bis kurz vor Handelsschluss standen die Papiere von SAP und der Deutschen Börse an der Spitze der Frankfurter Kursliste. Das Schlusslicht bildeten die Aktien von Heidelberg Materials. Hintergrund sind die Quartalszahlen des Baustoffkonzerns. Zwar hatte Heidelberg Materials einen Rekordgewinn zu verzeichnen, doch die Prognose enttäuschte Anleger. Hinzu kommt die Diskussion um eine Abschwächung der Klimaregeln. Heidelberg Materials hatte früh in eine klimafreundlichere Produktion investiert.
Unterdessen stieg der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im März kostete 32 Euro und damit drei Prozent mehr als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund acht bis zehn Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.
Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 72,29 US-Dollar, das waren 2,0 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagnachmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1789 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8482 Euro zu haben.
dts Nachrichtenagentur
Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur