Dax legt kräftig zu – Öl und Gas deutlich billiger

Am Mittwoch hat der Dax kräftig zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.081 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 5,1 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem äußerst freundlichen Start hielt sich der Dax stabil im grünen Bereich.

Der heutige Handelstag solle insgesamt nicht überbewertet werden, kommentierte Marktanalyst Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Zu oft kam es in der jüngsten Vergangenheit anders, als die Anleger gedacht hatten.“ Dafür reiche teilweise nur ein Tweet aus dem Weißen Haus.

„In der deutschen Wirtschaft zeigen sich bereits erkennbare Bremsspuren in Form der Auftragseingänge in der Industrie für Februar: Diese sind lediglich um 0,9 und nicht wie erwartet um 3,2 Prozent gestiegen“, sagte er angesichts der aktuellen Energiepreiskrise. „Auch bei den Erzeugerpreisen in der Eurozone dürfte es in den kommenden Handelswochen zu einer erkennbaren Trendumkehr kommen. Für die heute publizierten Februardaten hat sich noch ein Preisrückgang dargestellt.“

Bis kurz vor Handelsschluss stand ein Großteil der Dax-Werte im Plus, die deutlichsten Zugewinne verzeichneten die Papiere von Siemens Energy, Infineon und Siemens. Das Schlusslicht bildeten die Aktien von RWE, Hannover Rück und Deutscher Börse.

Unterdessen sank der Gaspreis deutlich: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Mai kostete 46 Euro und damit 14 Prozent weniger als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund neun bis elf Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

Der Ölpreis sank ebenfalls stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 95,06 US-Dollar, das waren 1.421 Cent oder 13,0 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochnachmittag stärker: Ein Euro kostete 1,1690 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8554 Euro zu haben.

dts Nachrichtenagentur

Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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