Dax lässt deutlich nach – Technologiewerte unter Abgabedruck

Am Donnerstag hat der Dax deutlich nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 23.807 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 1,1 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Der Dax rutschte am Donnerstag nach anfänglichen Einbußen tiefer ins Minus.

„Die Anleger in Frankfurt reagieren weiter sehr sensibel auf die politischen und militärischen Ereignisse im Nahen Osten“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Im Dax standen heute insbesondere die Technologiewerte SAP und Infineon unter Abgabedruck. Auch die Aktien der Autobauer fanden sich auf der Verliererseite wieder. Die Vortagesgewinne sind zwar noch nicht komplett aufgezehrt, aber die Gefahr ausgedehnterer Kursverluste in den kommenden Handelstagen bleibt latent vorhanden.“

Sowohl die in den USA veröffentlichten Arbeitsmarktdaten als auch die Daten zum Wirtschaftswachstum fielen Lipkow zufolge schwächer aus als erwartet. „Die PCE-Kernrate lag im Rahmen und zeigt noch keine Dynamisierung der Teuerungsrate in den USA auf. Dieses Dreigestirn wird auch in den kommenden Handelsmonaten sehr viel Beachtung unter den Investoren finden“, erklärte er. „Der Krieg im Iran zahlt direkt und indirekt auf die weiteren Entwicklungen am US-Arbeitsmarkt und die Inflationsentwicklung ein. Danach wird auch die US-Notenbank ihre Zinspolitik ausrichten und entsprechend agieren. Derzeit rechnet der Finanzmarkt noch mit einer potenziellen Zinssenkung im vierten Quartal dieses Jahres.“

Bis kurz vor Handelsschluss standen die Papiere von Brenntag und BASF an der Spitze der Kursliste. Das Schlusslicht bildeten die SAP-Aktien.

Unterdessen stieg der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Mai kostete 46 Euro und damit ein Prozent mehr als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund neun bis elf Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

Der Ölpreis stieg stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 99,11 US-Dollar, das waren 4,6 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagnachmittag stärker: Ein Euro kostete 1,1698 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8548 Euro zu haben.

dts Nachrichtenagentur

Foto: Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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