

Wenige Wochen nach einem Millionenrückruf wegen einer fehlerhaften Schraube an der Lenkung bereitet Volkswagen offenbar die nächste sicherheitsrelevante Rückrufaktion vor. Allein in Deutschland dürfte eine niedrige fünfstellige Zahl an Elektroautos betroffen sein, berichtet das „Handelsblatt“ (Freitagausgabe) unter Berufung auf Unternehmenskreise.
Im Zentrum stehen demnach fehlerhafte Batteriezellen. In seltenen Fällen könnten sie überhitzen, im Extremfall drohe ein Brand, hieß es. Betroffen seien laut Bericht unter anderem VW ID.3, ID.4, ID.7 und ID. Buzz aus bestimmten Produktionszeiträumen zwischen 2023 und 2025 sowie einige Tausend Cupra Born.
Volkswagen bestätigte den Vorgang auf Anfrage der Zeitung. Interne Qualitätsprüfungen hätten ergeben, dass einzelne Hochvolt-Batteriezellen wegen Produktionsfehlern bei Lieferanten nicht den Qualitätsanforderungen entsprächen, teilte ein Sprecher mit. Für Deutschland und weitere Märkte seien entsprechende Aktionen in Abstimmung mit den Behörden in Vorbereitung und sollten kurzfristig aktiviert werden. Das Kraftfahrtbundesamt war für eine kurzfristige Stellungnahme nicht zu erreichen.
Als Sofortmaßnahme will Volkswagen offenbar bei betroffenen Fahrzeugen den maximalen Ladestand auf 80 Prozent begrenzen. In Großbritannien und den USA laufen bereits Rückrufe, hieß es. In den USA sollen mehr als 22.000 ID.4 betroffen sein. Wie groß die Aktion europaweit ausfällt, ist noch offen. Erst Ende September hatte Volkswagen wegen einer korrosionsanfälligen Schraube an der Lenkung rund 4,6 Millionen Fahrzeuge verschiedener Konzernmarken zurückgerufen.
dts Nachrichtenagentur
Foto: Volkswagen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur