

Trotz einer zehnmonatigen Vollsperrung und Investitionen von rund 2,7 Milliarden Euro ist die Pünktlichkeit auf der dicht befahrenen Bahnstrecke Hamburg-Berlin massiv eingebrochen. Wie die „Bild“ berichtet, kamen im Zeitraum von Mitte Juni bis Mitte Juli 2026 nur noch 25,8 Prozent aller Fernzüge pünktlich an ihr Ziel. Vor Beginn des Mammutprojekts lag der Wert noch bei 49,6 Prozent.
Grund für das anhaltende Chaos auf den frisch sanierten Schienen sind andauernde Restarbeiten, die die Züge unterwegs immer wieder ausbremsen. Mitte Juni endete eines der größten und teuersten Infrastrukturprojekte der vergangenen Jahre. Auf einer Länge von 278 Kilometern wurden Gleise, Weichen, Oberleitungen, Stellwerke und Signaltechnik umfassend erneuert sowie zahlreiche Bahnhöfe modernisiert.
Wegen einer Frostperiode zu Jahresbeginn war das Vorhaben bereits sechs Wochen später als geplant fertiggestellt worden und belastet den Verkehr nun weit über die eigentliche Bauzeit hinaus.
dts Nachrichtenagentur
Foto: ICE T auf Bahnstrecke am 04.08.2026, via dts Nachrichtenagentur