AfD kritisiert Trumps Zollpolitik

Der wirtschaftspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Leif-Erik Holm, hat die aggressive Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump scharf kritisiert. „Die Renaissance von Zöllen schadet der Weltwirtschaft und macht Waren für die Bürger teurer“, sagte Holm dem „Handelsblatt“. „Gerade für Deutschland als Außenhandelsnation ist ein florierender Welthandel von enormer Bedeutung.“

Deswegen hoffe er, dass in der kommenden Woche beim Weltwirtschaftsforum in Davos über die Beseitigung von Handelshemmnissen gesprochen werde. Holm begrüßte es, dass Trump mit einer großen Delegation nach Davos reist. „Der internationale Austausch ist wichtig, gerade in Zeiten, in denen der Protektionismus wieder Fuß fasst.“

Die Positionen deuten auf eine Akzentverschiebung der AfD hin zu einer stärkeren Betonung von Welthandel und internationalem Austausch, ohne dass sich daraus bislang eine geschlossene außenpolitische Strategie ableiten lässt.

Zu dem Treffen in Davos reist Trump nach Angaben des Veranstalters mit der bislang größten US-Delegation an. Der US-Präsident hatte zuletzt Ländern mit Zöllen gedroht, die gegen seine Grönland-Politik eintreten. Trump hatte wiederholt den Anspruch der USA auf die zu Dänemark gehörende Arktisinsel geäußert. In den vergangenen Wochen bekräftigte er seine Pläne zur Aneignung Grönlands mehrfach und schloss den Einsatz militärischer Mittel nicht aus.

dts Nachrichtenagentur

Foto: Industrieanlagen im Hafen von New York mit Öltanks (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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