

Außenminister Johann Wadephul (CDU) reist am Dienstag nach Genf, um für einen deutschen Sitz im UN-Menschenrechtsrat zu werben.
„Deutschlands Engagement in einer Welt der Kriege und Krisen steht im Fokus meiner Reise in die Hauptstadt der Menschenrechte“, sagte er vor seiner Abreise. „In Zeiten, in denen Menschenrechte weltweit zunehmen unter Druck stehen, wollen wir UN-Organisationen und Mechanismen stärken, die den Menschen ins Zentrum stellen.“ Deshalb kandidiere Deutschland für einen Sitz im UN-Menschenrechtsrat.
„Bei meinem Besuch werde ich auch die Führungsspitzen der Weltgesundheitsorganisation WHO und des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz treffen“, fügte Wadephul hinzu. „Das Rote Kreuz leistet humanitäre Hilfe an den Frontlinien dieser Welt, dort wo andere oft keinen Zugang haben. Die WHO bekämpft Krankheitsausbrüche, ebenfalls unter schwierigsten Bedingungen, derzeit insbesondere Ebola.“
Der Minister verwies darauf, dass der weltweite Bedarf für humanitäre Hilfe steige, die Mittel aber gleichzeitig sinken. „Mit meiner Reise will ich verdeutlichen: Deutschland bleibt weiter engagiert“, sagte er. „Humanitäre Hilfe ist unverzichtbar, rettet Menschenleben, lindert Not dort wo sie entsteht und beugt damit Fluchtursachen vor. Humanitäre Hilfe ist somit nicht nur ein Gebot der Menschlichkeit, sie dient auch den Sicherheitsinteressen unseres Landes.“
dts Nachrichtenagentur
Foto: Vereinte Nationen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur