Verteidigungsminister verspricht: Keine Schikane bei Musterungen

Bei den Musterungen für den neuen Wehrdienst wird es nach den Worten von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) keine Demütigungen geben.

„Die Mediziner legen fest, welche Untersuchungen notwendig sind“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ auf den Hinweis, dass viele Männer vor allem Untersuchungen im Intimbereich in der Vergangenheit als demütigend empfunden hätten. „Und das wird selbstverständlich den Grundsätzen von menschenwürdigem Umgang entsprechen“, versicherte der Minister.

Zugleich sagte Pistorius mit Blick auf Kritik aus der evangelischen Kirche an dem Bundeswehr-Werbeslogan „Mach, was wirklich zählt“: „Wir wollen die junge Generation dafür gewinnen, einen Beitrag zur Sicherheit zu leisten – in dem Land, in dem sie in Freiheit leben.“ Das könne bei der Bundeswehr sein oder bei zivilen Organisationen. „Denn, was wirklich zählt, ist Sicherheit. Ohne Sicherheit ist alles nichts.“ Klar sei aber: „Niemand muss zur Bundeswehr, wenn er oder sie nicht will. Ich weiß jedoch aus Diskussionen mit jungen Frauen und Männer, dass es sehr viele gibt, die sagen: Das Leben in Freiheit ist mir so wichtig, dass ich nach meiner Schulzeit ein paar Monate Dienst leisten möchte.“

dts Nachrichtenagentur

Foto: Bundeswehr-Soldaten (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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