Umfrage: Mehrheit rechnet mit AfD-Ministerpräsident

Eine Mehrheit der Deutschen rechnet mit einem Umbruch der politischen Machtverhältnisse in diesem Herbst. Laut einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Insa gehen fast sieben von zehn Befragten davon aus, dass die AfD nach den kommenden drei Landtagswahlen mindestens in einem Bundesland den Regierungschef stellen wird.

Demnach rechnen 41 Prozent mit einem AfD-Ministerpräsidenten in einem Bundesland, 28 Prozent sogar in mehreren Bundesländern. 16 Prozent glauben nicht daran, 15 Prozent sind unentschieden.

Falls die AfD stärkste Kraft wird, aber keine absolute Mehrheit erreicht, bevorzugen 40 Prozent eine Zusammenarbeit der CDU mit der Partei Die Linke. 36 Prozent sprechen sich für eine Kooperation mit der AfD aus. Unter Unionsanhängern liegt ein Bündnis mit der Linken mit 48 Prozent klar vorne, nur 27 Prozent favorisieren die AfD.

Die sogenannte Brandmauer sehen 45 Prozent der Befragten als Vorteil für die AfD, 30 Prozent sehen das nicht so, 25 Prozent sind unentschieden. Beim AfD-Verbot sind die Deutschen gespalten: 38 Prozent sind dafür, 47 Prozent dagegen, 15 Prozent unentschieden. Unter Unionswählern ist eine knappe Mehrheit von 51 Prozent für ein Verbotsverfahren.

Für die Befragung im Auftrag der „Bild am Sonntag“ hatte Insa 1.003 Personen im Zeitraum vom 28. Mai bis zum 29. Mai 2026 befragt.

dts Nachrichtenagentur

Foto: AfD-Fraktion (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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