Trump-Besuch in China endet freundlich – Konsequenzen aber unklar

Der Besuch von US-Präsident Donald Trump in China ist am Freitag mit betonter Freundlichkeit auf beiden Seiten zu Ende gegangen – die Konsequenzen für die Beziehung der beiden Länder bleiben aber unklar.

Trump sagte am Freitag auf dem Rückflug mit der „Air Force One“ den mitreisenden Journalisten, dass er sich nach seinem Treffen mit Xi Jinping nicht festlegen wolle, ob die USA neue Waffen im Wert von 14 Milliarden Dollar an Taiwan verkaufen. Trump behauptete stattdessen, China werde große Mengen US-Produkte kaufen, darunter 200 Boeing-Flugzeuge, oder Sojabohnen für mehrere Milliarden US-Dollar.

Auf die Frage nach den US-China-Zöllen sagte Trump überraschend: „Wir haben nicht über Zölle gesprochen.“ Dabei sind Zölle seit Jahren einer der größten Streitpunkte zwischen beiden Ländern.

Trump behauptete, Xi habe gesagt: „America is the hottest country in the world.“ Außerdem habe Xi angeblich gesagt, die USA hätten sich unter Trump „wundersam“ verbessert. Einen Nachweis oder eine Bestätigung für diese Aussagen gab es von chinesischer Seite zunächst nicht.

Trump erklärte außerdem, Xi habe zugesichert, China werde dem Iran keine militärische Ausrüstung liefern. China bestätigte auch diese Aussage zunächst nicht offiziell, verwies jedoch darauf, grundsätzlich keine Waffen an Staaten in laufenden Konflikten zu liefern. Zudem hat Xi laut Trump angeboten, bei einer Beendigung des Konflikts mit Iran zu helfen. Beide Seiten seien sich außerdem einig gewesen, dass die Straße von Hormus offen bleiben müsse.

China unterstrich unterdessen seine Position in der Taiwan-Frage. Xi warnte, das Thema sei die wichtigste und empfindlichste Frage der bilateralen Beziehungen. Sollte Taiwan nicht „richtig behandelt“ werden, drohten laut Xi Konflikte zwischen beiden Staaten.

dts Nachrichtenagentur

Foto: Fahne von China (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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