SPD kritisiert schärfere Regeln für medizinisches Cannabis

Die SPD kritisiert die Pläne von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU), die Cannabis-Rezepte ohne direkten Arztkontakt künftig verbieten will. Der Vorschlag greife in die Berufsfreiheit von Ärzten und in die Handlungsfreiheit von Patienten ein, sagte Carmen Wegge, rechtspolitische Sprecherin der SPD, dem „Spiegel“. „Außerdem benachteiligt das Versandverbot Anbieter aus dem EU-Ausland erheblich und verletzt somit die Dienstleistungsfreiheit und den freien Warenverkehr.“

Künftig soll es nach Warkens Plänen nicht mehr möglich sein, medizinisches Cannabis über Online-Apotheken zu bestellen. Ein Rezept soll es nur noch nach persönlichem Kontakt mit einem Arzt geben und nicht wie bisher auch über Videosprechstunden.

SPD-Politikerin Wegge fordert eine „verfassungskonforme, europarechtskonforme Lösung, die Versorgungssicherheit, Gleichbehandlung und digitale Zugänglichkeit gewährleistet“. Auf Union und SPD kommen im Bundestag also noch Diskussionen zu. Warken will das Gesetz dieses Jahr verabschieden.

dts Nachrichtenagentur

Foto: Logo einer Apotheke (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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  • Nur richtig! Für die medizinische Versorgung mit Cannabis, die Konsultierung des Hausarztes von verschreibungspflichtige Medikamentengabe richtige Entscheidung! Was hat eine EU-Versandapotheke mit der DEUTSCHEN Apotheke zu tun??? Wir wollen UNSERE DEUTSCHEN Apotheken erhalten und KEINE VERSANDAPOTHEKE im Ausland stärken, wie Günther Jauch mit seiner Werbung die Apotheke vor Ort kaputt machen hilft!

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