

Linken-Chef Luigi Pantisano schließt es nicht aus, nach den anstehenden Landtagswahlen einen CDU-Politiker zum Ministerpräsidenten zu wählen.
„Wir haben in den letzten Jahren als Linke gezeigt, dass wir Verantwortung für dieses Land übernehmen“, sagte er am Sonntag im ZDF-Sommerinterview. Das gelte vor allem dann, wenn es darum gehe, „die AfD zu verhindern“. Das mache man in Thüringen und in Sachsen bereits. „Das haben wir auch in Sachsen-Anhalt gemacht.“ Die Frage sei jetzt, ob etwa Sven Schulze in Sachsen-Anhalt selbst bereit sei, diese Verantwortung „zu tragen und zu übernehmen“.
Pantisano hatte der CDU im Juli, kurz vor seiner Wahl zum Parteivorsitzenden, noch eine „faschistische Politik“ vorgeworfen. Dafür hatte er sich später entschuldigt. Diese Aussage sei „falsch“ gewesen, sagte er jetzt erneut.
Derzeit gilt für die CDU ein Unvereinbarkeitsbeschluss mit der Linken und der AfD, der jegliche Zusammenarbeit ausschließt. Zuletzt hatte es aber auch aus den Reihen der Christdemokraten Signale gegeben, dass der Beschluss mit Blick auf die Linken in Sachsen-Anhalt wackeln könnte.
dts Nachrichtenagentur
Foto: Luigi Pantisano (Archiv), via dts Nachrichtenagentur