

Im Kampf gegen den Lehrermangel will Nordrhein-Westfalen Beamte im Pensionsalter mit einem Gehaltszuschlag von 15 Prozent für das Weiterarbeiten gewinnen. Das berichtet die „Rheinische Post“ unter Berufung auf das Schulministerium.
Ein Sprecher des Ministeriums für Schule und Bildung sagte der Zeitung, dass Beamte, die ihren Ruhestand aufschieben, ihre Versorgungsansprüche um jährlich 1,8 Prozent erhöhen könnten. Wer den Höchstruhegehaltssatz bereits erreicht habe, erhalte stattdessen einen Besoldungszuschlag in Höhe von zehn Prozent des Grundgehalts. Nach dem Willen der Landesregierung solle dieser Zuschlag in Zukunft auf 15 Prozent erhöht werden. Dieser Zuschlag solle auch unabhängig davon gewährt werden, ob die Lehrkräfte bereits den Höchstruhegehaltssatz erreicht haben.
Angesichts des bundesweiten Lehrkräftemangels seien Lehrer, die über die Regelaltersgrenze hinaus weiterarbeiten, an den Schulen eine sehr willkommene Unterstützung, so der Sprecher. NRW habe verschiedene Möglichkeiten geschaffen, um Lehrkräften im Gegenzug einen attraktiven Hinzuverdienst oder zusätzliche Versorgungsansprüche zu ermöglichen. Nicht wenige Lehrkräfte machten von diesen Möglichkeiten Gebrauch: Im laufenden Schuljahr arbeiten an den nordrhein-westfälischen Schulen mehr als 1.340 Lehrer, die mindestens 67 Jahre alt sind. Im Jahr 2016 waren es noch 473 Lehrkräfte, die 66 Jahre und älter waren und damit die damalige Regelaltersgrenze überschritten hatten. Damit habe sich die Zahl nahezu verdreifacht.
dts Nachrichtenagentur
Foto: Klassenraum in einer Schule (Archiv), via dts Nachrichtenagentur