Lauterbach fordert schnelle Maßnahmen zum Hitzeschutz

Der ehemalige Bundesgesundheitsminister und SPD-Abgeordnete Karl Lauterbach fordert angesichts von fast 10.000 Hitzetoten in diesem Jahr schnelle Maßnahmen. „Jetzt kommt es drauf an, zu retten, was noch zu retten ist“, sagte Lauterbach der „Rheinischen Post“. Es gehe um Tausende Menschenleben.

Die Konzepte, die schnell umgesetzt werden könnten und sich bewährt hätten, müssten flächendeckend eingeführt werden. Dazu zählten die Einführung von Hitzeportalen, auf denen Menschen sich über Hitze und Maßnahmen dagegen informieren könnten. Auch Hitzetelefone müssten eingerichtet werden, damit gezielt bei gefährdeten Menschen nachgefragt werden könne, ob sie genug trinken oder ob es ein medizinisches Problem gebe. Köln habe damit beispielsweise schon gute Erfahrungen gemacht. Ein weiteres Beispiel seien Wassersprühanlagen oder Kälteräume, in denen die Menschen sich kurzfristig abkühlen könnten.

Mit Blick auf die kommenden Jahre fuhr Lauterbach fort: „Wir werden in großer Regelmäßigkeit solche Hitzewellen bekommen – deswegen müssen wir langfristig unsere Städte umbauen.“ Flächen müssten entsiegelt werden und dafür wesentlich mehr begrünt werden. Außerdem müsse die Bevölkerung informiert werden, dass eine Investition in Klimaanlagen für Familien und ältere Menschen sehr wichtig sei. Der Nutzen der Anlagen überwiege den doch recht geringen CO2-Ausstoß.

dts Nachrichtenagentur

Foto: Karl Lauterbach (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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