

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) will mit einer fraktionsübergreifenden Initiative gegen die Unterrepräsentation von Frauen in der Politik und zunehmende Hassattacken auf Politikerinnen vorgehen. Das berichtet die „Rheinische Post“.
In einem Schreiben an alle weiblichen Abgeordneten betont Klöckner, dass nur 205 Frauen dem Deutschen Bundestag angehören würden. Bei 630 Bundestagsabgeordneten seien das gerade mal rund 33 Prozent in unserem Parlament. Das sei zu wenig.
Klöckner warnt in dem Papier, aus dem die Zeitung berichtet, Politikerinnen würden häufig stärker nach Äußerem, Auftreten und Persönlichkeit beurteilt. Kritik richte sich nicht nur gegen ihre politischen Positionen. Anfeindungen – insbesondere im digitalen Raum – könnten persönlich, sexualisiert und bedrohlich werden. Damit hätten wir alle bereits mehr oder weniger Erfahrung gemacht – unabhängig von der Fraktionszugehörigkeit, so die Präsidentin.
Viele Frauen zögen sich deshalb vor allem auf kommunaler Ebene aus der Politik zurück oder kandidierten erst gar nicht. Für den 6. Oktober lädt Klöckner nun zu einem fraktionsübergreifenden Austausch über politische Gestaltung, Sichtbarkeit, öffentliche Erwartungen und gemeinsame Erfahrungen von Frauen im Parlament ein.
dts Nachrichtenagentur
Foto: Julia Klöckner (Archiv), via dts Nachrichtenagentur