

Die Junge Union (JU) Nordrhein-Westfalen fordert einen engeren Austausch deutscher Sicherheitsbehörden mit der Ukraine, um sich besser auf mögliche Drohnenangriffe gegen kritische Infrastruktur vorzubereiten. Das berichtet die „Welt“.
In einem Positionspapier, aus dem die Zeitung zitiert, schlägt die CDU-Nachwuchsorganisation vor, die Partnerschaft des Landes Nordrhein-Westfalen mit der ukrainischen Region Dnipropetrowsk auszubauen. Künftig sollen Polizei-, Sicherheits- und Katastrophenschutzbehörden beider Regionen dauerhaft zusammenarbeiten. Hintergrund ist der Fund einer mit Sprengstoff beladenen Drohne auf dem Gelände des Flughafens Leipzig/Halle.
Der NRW-Landesvorsitzende der Jungen Union, Kevin Gniosdorz, sagte, kein Land wisse besser als die Ukraine, wie man kritische Infrastruktur unter Beschuss am Laufen halte und massive Drohnenangriffe abwehre. Diese Erfahrung sollten wir dringend nutzen, bevor wir sie selbst machen müssten. Konkret fordert die JU regelmäßige Hospitationen, gemeinsame Fortbildungen und einen strukturierten Austausch zwischen deutschen und ukrainischen Sicherheitsbehörden. Thema sollen unter anderem die Erkennung von Drohnen, der Schutz kritischer Infrastruktur und Warnsysteme für die Bevölkerung sein.
Unterstützung erhält die Initiative aus der nordrhein-westfälischen Staatskanzlei. Europaminister Nathanael Liminski (CDU) sagte der „Welt“, keine Armee, kein Staat und keine Gesellschaft habe dabei so viel Know-how wie die Ukraine. Das Land zeige unter Echtzeit-Bedingungen, wie der Schutz kritischer Infrastruktur vor Drohnen heute gedacht werden müsse: vernetzte Systeme, modulare Technik und schnelle Reaktion. Nordrhein-Westfalen wolle aus den Erfahrungen der Ukraine konkrete Lehren ziehen. Bei Gesprächen mit der ukrainischen Partnerregion Dnipropetrowsk sei bereits vereinbart worden, den fachlichen Austausch auszubauen.
dts Nachrichtenagentur
Foto: Start- und Landebahn an einem Flughafen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur