

Die Bundesregierung hofft darauf, dass sich langfristig europäische KI-Modelle etablieren werden, um die Abhängigkeit in dem Bereich von den USA und China zu verringern.
„Die Diskussion ist ja oft verengt auf USA und China“, sagte ein Sprecher des Digitalministeriums am Dienstag in Berlin. „Wir nehmen jetzt stärker auch Europa in den Blick und versuchen hier, auch über zum Beispiel den Staat als Ankerkunden, als strategischer Auftraggeber von IT-Dienstleistungen, über gesetzliche Rahmenbedingungen, wo wir uns auf europäischer Ebene einsetzen, dass wir hier auch den europäischen Unternehmen mehr Innovationsspielräume geben, einfach auch Entwicklungen aus Europa voranzutreiben.“ Das müsse die Antwort sein.
Der geheim tagende „Nationale Sicherheitsrat“ hatte sich am Vortag mit der Gesamtverteidigung und dem strategischen Umgang mit fortgeschrittenen KI-Modellen beschäftigt. Auf die Frage der dts Nachrichtenagentur, welche Modelle die Bundesregierung da besonders im Blick hat, sagte der Sprecher, dass man den Zugang zu „besonders wirkmächtigen Frontier-AI-Modellen als grundlegenden strategischen Faktor“ betrachte. „Es ist wichtig sicherzustellen, dass diese Modelle für europäische Unternehmen und Sicherheitsbehörden verlässlich verfügbar sind.“
Das KI-Sicherheitsinstitut, welches gerade im Aufbau sei, sei auch ein Ansatz, um hier international vernetzt zu arbeiten. „Wir haben hier vergangene Woche auch eine Zusammenarbeit mit dem britischen KI-Sicherheitsinstitut geschlossen“, fügte er hinzu. „Und da geht es auch um den Austausch über Erfahrungen mit solchen wirkmächtigen KI-Modellen.“
dts Nachrichtenagentur
Foto: Mann mit Laptop (Archiv), via dts Nachrichtenagentur