

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat offenbar am Morgen des Stromausfalls mit niemandem dienstlich telefoniert. Das berichtet der „Tagesspiegel“ (Mittwochausgabe) unter Berufung auf Informationen der Senatskanzlei zu Wegners dienstlicher Kommunikation am 3. Januar, dem ersten Tag des Blackouts im Berliner Südwesten. Die Behörde war nach einem erneuten Eilantrag der Zeitung vom Berliner Verwaltungsgericht zu einer entsprechenden Auskunft verpflichtet worden.
Es sei „vor 12:45 Uhr kein Telefonat geführt“ worden, erklärte demnach die Senatskanzlei. „Vielmehr fand der Austausch per Textnachrichten statt.“ Das Telefonat um 12:45 Uhr erfolgte mit Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD), hieß es.
Am 3. Januar hatte ein Brandanschlag auf eine Kabelbrücke die Stromversorgung von bis zu 45.000 Haushalten im Bezirk Steglitz-Zehlendorf für vier Tage unterbrochen. Am 7. Januar hatte Wegner laut „Tagesspiegel“ dem TV-Sender „Welt“ über sein Krisenmanagement wörtlich gesagt: „Ich habe in der Tat um 8:08 Uhr begonnen, die Telefonate zu führen.“
dts Nachrichtenagentur
Foto: Kai Wegner (Archiv), via dts Nachrichtenagentur