Zwei Tote: Gyrokopter rammt Seilbahn in den italienischen Alpen

Ein romantischer Flug mit einem Gyrokopter, auch Tragschrauber genannt, über einen der malerischsten Teile der italienischen Alpen endete diese Woche in einem höllischen Feuerball, der zwei Menschen das Leben gekostet hat und weit über den Unfallort hinaus gesehen werden konnte.

Das Flugunglück wurde von mehreren schockierten Augenzeugen beobachtet, die gleichzeitig den Vorfall filmten und auf sozialen Medien publizierten.  

Das Unglück geschah im oberen Antrona-Tal in den norditalienischen Alpen nahe der Grenze zur Schweiz, in dem sich der wunderschöne Stausee Campliccioli befindet. Laut Berichten der italienischen Behörden startet der Gyrokopter von einem Flugplatz in Megolo im Ossolatal nahe der italienischen Stadt Piemont. An Bord waren ein 62‑jähriger Mann und eine 63‑jährige Frau aus der Lombardei.  

Schwierige Bergungsarbeiten 

Das Unglück geschah im oberen Antrona-Tal in den norditalienischen Alpen nahe der Grenze zur Schweiz, in dem sich der wunderschöne Stausee Campliccioli befindet. Laut Berichten der italienischen Behörden startet der Gyrokopter von einem Flugplatz in Megolo im Ossolatal nahe der italienischen Stadt Piemont. An Bord waren ein 62‑jähriger Mann und eine 63‑jährige Frau aus der Lombardei. Bei einem Versuch, den Stausee zu überfliegen, ist das Fluggerät offensichtlich mit den Kabeln einer Seilbahn kollidiert und sofort in Brand geraten. Der brennende Gyrokopter stürzte danach 1400 Meter tief in den Stausee, der in einem schwierig zugänglichen Bereich der Alpen liegt. Die Rettungsarbeiten hatten sich deshalb als äußerst herausfordernd für die Einsatzkräfte der Bergrettung gestaltet und die beiden Insassen des Gyrokopters konnten erst mehrere Stunden nach dem Absturz nur noch tot geborgen werden. Die Seilbahn wird nicht zur Personenbeförderung genutzt, sondern dient dem Transport von Materialien und Notrationen bei schwierigen Wetterverhältnissen, unter anderem im Winter. 

Schwer erkennbare Hindernisse 

Gyrokopter-Flugmaschinen ähneln vom Aussehen her Hubschraubern, werden allerdings technisch ganz anders betrieben.  Im Gegensatz zu Hubschraubern sind Gyrokopter vom Fahrtwind abhängig, der den Rotor in Drehung versetzt. Gyrokopter fliegen weitaus langsamer als Hubschrauber, aber Seile, Leitungen und Kabel stellen aufgrund einer fahrzeugbedingten eingeschränkten Sicht eine besondere Gefahr dar. Hindernisse in der Luft sind oft schwer vor dem Hintergrund von Felswänden, Wäldern und/oder schwierigen Lichtverhältnissen zu erkennen. Die Seilbahnkabel, mit denen der verunglückte Gyrokopter kollidierte, befinden sich seit Jahrzehnten in dem Gebiet über dem Stausee und sind auf Flugkarten deutlich eingezeichnet. Die zuständigen Behörden in Italien haben jetzt Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.

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Alexander Grünstedt