Wolf attackiert Kind in deutschem Freizeitpark

Für die meisten Freizeitparks nähert sich mit dem Ende der Herbstferien das Saisonende, und viele haben bereits ihre Türen für den Winter geschlossen. Offen bleiben jedoch das ganze Jahr über zoologische Gärten und Wildparks, um Familien und Schulen eine willkommene Unterhaltung durch die dunklen Wintermonate hindurch zu bieten.

Zudem haben mehrere alarmierende Nachrichten von amerikanischen Vergnügungsparks, oft im Zusammenhang mit Achterbahnfahrten, gewisse Bedenken mit den gesundheitlichen Folgen von spektakulären Attraktionen hervorgerufen. Jetzt zeigt sich allerdings, dass es auch in beschaulichen Tierparks trotz größter Sicherheitsvorkehrungen zu schwerwiegenden Vorfällen kommen kann. In einem Wildpark in Brandenburg ist es heute Morgen zu einem blutigen Angriff auf ein Kind gekommen. 

Schwere Verletzungen am Kopf 

Der Vorfall ereignete sich im Wildpark Johannismühle in Baruth, etwa 40 Kilometer südlich von Berlin. Laut Augenzeugenberichten befinden sich zurzeit eine große Anzahl Rettungskräfte vor Ort, und die Pforten zum Wildpark wurden für Besucher geschlossen. Während die Geschäftsleitung des Parks keine Auskünfte über die näheren Umstände geben will, verkündete die örtliche Polizei, dass heute Morgen gegen 9.30 Uhr ein Notruf eingegangen sei, der über den Angriff eines oder mehrerer Wölfe auf ein Kind informierte. Das Mädchen soll dabei schwere Verletzungen, insbesondere am Kopf, erlitten haben. Ein Rettungshubschrauber sei angefordert worden, um das verletzte Kind in ein Krankenhaus nach Berlin zu bringen. 

Tierpfleger geschockt 

Der brandenburgische Wildpark wurde im Jahre 1994 gegründet und ist bekannt für seine Grauwolf- und Polarwolfrudel, die sich auf einem Gelände von etwa 55 Hektar aufhalten. Der Park war bisher als Freilaufgelände ausgelegt, in dem Besucher neben den Wölfen auch Wildschweine, Rehe und andere Waldtiere in ihrer natürlichen Umgebung beobachten konnten.  Genauere Einzelheiten dazu, wie es zu dem blutigen Angriff auf das Mädchen gekommen war, will die Polizei noch nicht veröffentlichen. Geschockte Tierpfleger werden gerade von Seelsorgern betreut und die Ermittlungen zu dem Überfall im Wildpark sind jetzt im vollen Gang. 

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Alexander Grünstedt