

Ein grausamer Fund entsetzte bei einem harmlosen winterlichen Spaziergang eine Gruppe von Reisenden, die sich nur die Füße vertreten wollte: In einer schwarzen Sporttasche neben einem Misthaufen fanden sie die Leiche eines kleinen Babys. Das winzige Mädchen war gemäß ersten Untersuchungen bei eisigen Temperaturen ausgesetzt worden. Erst nach der Obduktion wurde bekannt, dass das Neugeborene zuvor brutal erschlagen worden war. Eine internationale Verbrecherjagd nach den Tätern und der Mutter des Kindes wurde sofort in Gang gesetzt.
Kamera erfasst Ablage
Der Vorfall ereignete sich bereits Ende Januar im österreichischen Burgenland an der Grenze zu Ungarn. Die Tasche wurde auf dem unmittelbaren Gelände des Grenzübergangs Nickelsdorf entdeckt. Die dortige Grenzpolizei untersuchte unmittelbar nach der Entdeckung der Tat die eigenen Videoaufnahmen der vergangenen Tage und Stunden. Dabei fiel den Beamten ein rumänischer Bus auf, aus dem eine Frau stieg, die eine schwarze Tasche mit sich trug. Die Tasche ähnelte der, in der der tote Säugling aufgefunden wurde, und die Frau verschwand kurzzeitig aufgrund eines toten Winkels aus dem Bild. Als sie kurze Zeit später wieder vor der Kamera auftauchte, trug sie die Tasche nicht mehr. Eine internationale Fahndung nach dem Bus und der Passagierin führte die Ermittler über Ungarn und Rumänien schließlich nach Deutschland, wo die Frau heute Morgen festgenommen wurde. Es soll sich dabei um die Mutter des toten Kindes handeln.
In Übergabehaft
Ersten Berichten zufolge soll es sich bei der Mutter um eine 17-jährige rumänische Staatsbürgerin handeln. Außerdem gab die österreichische Polizei in diesem Zusammenhang die Festnahme von drei weiteren Personen bekannt. Neben der Mutter des toten Kindes wurden in Deutschland zwei weitere vermeintlichen Mittäterinnen in Gewahrsam genommen. Auch in Rumänien kam es zur Festnahme eines männlichen Mittäters. Die drei Festgenommenen sollen der Mutter bei der Tötung und Ablage des Säuglings behilflich gewesen sein. In welchem Verhältnis sie zu der jungen Mutter stehen, ist noch nicht bekannt. Die Mutter und ihre drei Mittäter befinden sich zurzeit in Übergabehaft in Rumänien und Deutschland und sollen innerhalb der nächsten zwei Wochen nach Österreich ausgeliefert werden.