Verlassen Sie nicht Ihr Haus: Amtliche Warnung wegen Smog-Gefahr

Bundesweit herrschen zurzeit katastrophale Zustände auf den Straßen. In weiten Teilen Deutschlands wurden heute Schulen geschlossen und der öffentliche Personennahverkehr eingestellt. Auf der A44 in Nordrhein-Westfalen kamen drei Menschen in einer Unfallserie ums Leben. Auch auf der A93 in Bayern starb ein junger Mann, nachdem das Auto, in dem er Beifahrer war, sich überschlug.  

Jetzt kommt aber eine weitere Bedrohung und das Umweltbundesamt warnt Mitbürger davor, das Haus zu verlassen und sich im Freien aufzuhalten. Der Grund ist eine gefährliche Feinstaub-Konzentration in der Atmosphäre, auch Smog genannt, die die Gesundheit schwer beeinträchtigen kann. Fast alle Bundesländer sind im Augenblick von einer verschlechterten Luftqualität betroffen, am schlimmsten ist die Situation jedoch im Norden und Osten.  

Gefährlicher Wind aus dem Osten 

Um die Gesundheitsgefährdung auf einem Minimum zu halten, fordert das Bundesamt dazu auf, sich in den betroffenen Gebieten so wenig wie möglich im Freien aufzuhalten. Betroffen sind die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin und Baden-Württemberg und der Norden von Sachsen. Smog entwickelt sich aus den Autoabgasen des Straßenverkehrs und durch Heizen in Kombination mit ungünstigen Wetterverhältnissen. Laut Meteorologen sind die betroffenen Regionen einem Südostwind aus Richtung Polen, Tschechien und der Slowakei ausgesetzt. Dort stehen viele unsaubere Kohlekraftwerke, deren Ausstöße sich jetzt auch in Deutschland niederschlagen. 

Ernste Gesundheitsrisiken 

Der Feinstaub besteht aus winzigen Partikeln, die aufgrund ihrer Leichtigkeit in der Luft verbleiben und tief in den menschlichen Blutkreislauf eindringen können. Dabei können sich die Partikel auch in der Lunge festsetzen und zu schweren Atembeschwerden führen. Das Umweltbundesamt warnt deshalb besonders vor körperlichen Aktivitäten in den betroffenen Bereichen. Wer plötzlich anhaltende Atembeschwerden oder Kreislaufprobleme entwickelt, sollte umgehend einen Arzt aufsuchen. Der Smog-Alarm gilt voraussichtlich bis Sonntag, aber die Meteorologen hoffen auf Schnee, der die gefährlichen Partikel aus der Luft „waschen“ wird. 

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Alexander Grünstedt