Vater der berüchtigten Hamburger Terrorzelle ist tot

Er galt als einer der Drahtzieher hinter den heimtückischen Terroranschlägen am 11. September 2001 und wird dafür verantwortlich gemacht, dass hunderte von jungen Männern in unter anderem Deutschland radikalisiert und dem Terrorismus zugewandt wurden. Jetzt hat der „Spiegel“ ermittelt, dass einer der berüchtigtsten deutschen Terroristen in einem Gefängnis im Nahen Osten verstorben ist. Die genauen Umstände des Ablebens von Mohammed Haydar Zammar († 64) sind undurchsichtig, aber nach Angaben der kurdischen Gefängnisverwaltung im nordsyrischen Hasaka soll Zammar in den letzten Jahren seines turbulenten Lebens an Tuberkulose gelitten haben. 

Vom Mercedes-Lehrling zum Dschihadisten 

Zammar wurde in Aleppo in Syrien geboren, zog aber bereits als Kind nach Deutschland und wurde schließlich im Jahre 1982 im Alter von etwa 20 Jahren deutscher Staatsbürger. Seine Familie war strenggläubig muslimisch, aber selbst nahe Angehörige waren schockiert, zu welchen Extremen Zammar mit seinem Glauben bereits als Teenager ging. Schon als Schüler in Hamburg hatte er erste Kontakte zu terroristischen Dschihadist-Bewegungen im Nahen Osten und in Afghanistan. Eigentlich wollte er nach seiner abgeschlossenen metalltechnischen Lehre für Mercedes weiterarbeiten, landete aber stattdessen als deutsch-arabischer Übersetzer in Saudi-Arabien. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland Anfang der 90er Jahre beschloss er, Vollzeit-Dschihadist zu werden. Er absolvierte ein militärisches Training in Afghanistan und kehrte als voll ausgebildeter Terrorist nach Deutschland zurück. Hierzulande wurde er einer der Grundpfeiler der berüchtigten Hamburger Terrorzelle, deren Mitglieder für die Planung und Ausführung der Flugzeugentführungen in den USA am 11. September 2001 verantwortlich waren. 

Rekrutierer für al-Qaida 

Zammar hat immer abgestritten, von den Plänen für die Attacke auf unter anderem die Twin Towers und das Capitol gewusst zu haben. Deutsche Ermittler konnten ihm eine Mittäterschaft nie nachweisen. Ihm wurde aber zur Last gelegt, als einer der Hauptrekrutierer für die islamistische Terrororganisation al-Qaida in Deutschland tätig gewesen zu sein. Kurz nach den Terroranschlägen in den USA flüchtete Zammar aus Deutschland und begann eine lange Odyssee im Nahen Osten. Nach seiner Festnahme in Syrien 2006 wurde er zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt, aus der er 2013 entlassen wurde. Danach schloss er sich IS an und landete vier Jahre später wieder in syrischer Gefangenschaft. In einem Gespräch mit der indischen Zeitschrift „The Week“ kurz vor seinem Tod beschwerte er sich über Folter und entsetzliche Haftbedingungen. Laut einem Bericht im „Spiegel“ verstarb er bereits im Juni 2025 im Gefängnis in der Nähe von Damaskus. Die deutschen Behörden wurden nicht von seinem Tod benachrichtigt, weil Syrien ihn trotz deutscher Staatsangehörigkeit immer noch als Syrer betrachtete.

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  • Mohammed Haydar Zammar, deutscher Terrorist, genau mein Humor. Da haben wir es wieder: Eine Ratte wird in einem Pferdestall heimisch und schon werden alle Schandtaten den Pferden zugeschrieben. Meine Fresse, wie geistesgestört sind solche Verfasser?

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Alexander Grünstedt