

Wer diesen Sommer eine Reise nach Kroatien plant, sollte genauer hinschauen als bisher. Denn ab dem 1. Juni tritt eine neue Vorschrift in Kraft, die Millionen Urlauber direkt betreffen kann – insbesondere jene, die über Plattformen wie Airbnb oder Booking.com buchen.
Kern der neuen Regel: Ferienwohnungen, Zimmer und Häuser dürfen künftig nur noch angeboten werden, wenn sie über eine offizielle Registrierungsnummer verfügen. Ohne diese Kennung verschwinden die Unterkünfte von den großen Buchungsplattformen.
Das Problem dabei: Viele Anbieter haben bislang ohne offizielle Anmeldung vermietet. Genau diese sollen jetzt vom Markt gedrängt werden. Die Folge könnte für Urlauber spürbar sein: weniger Auswahl, steigende Preise und vor allem Unsicherheit bei bereits gebuchten Unterkünften.
Besonders brisant: Selbst bestehende Buchungen könnten betroffen sein. Sollte eine Unterkunft die neuen Anforderungen nicht erfüllen, kann es passieren, dass der Aufenthalt kurzfristig nicht mehr gültig ist. Wer also schon gebucht und bezahlt hat, steht im schlimmsten Fall plötzlich ohne Unterkunft da.
Hinter der Maßnahme steckt ein klares Ziel der Regierung: Der boomende Tourismus soll stärker kontrolliert werden. In den vergangenen Jahren hat sich ein großer Graumarkt entwickelt, in dem viele Unterkünfte ohne Genehmigung vermietet wurden. Mit der neuen Regel will das Land illegale Angebote eindämmen, für mehr Transparenz sorgen und gleichzeitig die Qualität der Unterkünfte verbessern.
Für Reisende bedeutet das eine neue Realität. Spontane Schnäppchen oder private Angebote könnten seltener werden. Gleichzeitig steigt aber auch die Sicherheit: Wer eine Unterkunft mit gültiger Registrierungsnummer bucht, kann sicher sein, dass sie offiziell geprüft ist.
Trotzdem bleibt ein Risiko. Vor allem in der Übergangsphase. Experten raten daher, Buchungen genau zu überprüfen und im Zweifel direkt beim Vermieter nachzufragen. Denn eines ist klar: Die neue Regel trifft nicht nur Anbieter, sondern vor allem die Urlauber selbst.