

Es war das Ende ihres Urlaubs. Sie waren auf dem Weg zur Fähre zurück nach Teneriffa, als das Unfassbare geschah. Nun ist eine Person tot und mehrere weitere befinden sich in kritischem Zustand. Nach Angaben der Polizei wurden bei einem schrecklichen Unfall auf einer der schönsten Kanarischen Inseln insgesamt 27 Menschen verletzt.
Es sollte ein unvergesslicher Urlaub werden: La Gomera, bei Naturliebhabern sehr beliebt, ist zu dieser Jahreszeit wegen seiner malerischen Spazierwege, Wander- und Radstrecken sehr gefragt. Doch für eine Reisegruppe verwandelte sich das Ende ihres idyllischen Urlaubs in einen tödlichen Albtraum.
Schweres Busunglück im Gebirge
Wie sich inzwischen herausstellte, war der Reisebus gestern am späten Nachmittag unterwegs, um die Gruppe zur Fähre zu bringen, die von San Sebastián aus nach Teneriffa ablegt. Er befand sich auf der Landstraße GM-2, einer spektakulären Straße, die hoch oben am Hang der Gebirgskette von La Gomera entlangführt, als der Fahrer aus bislang ungeklärten Gründen die Kontrolle über den Bus verlor.
Der Bus rutschte die Böschung hinunter, überschlug sich mehrmals und kam schließlich auf der Seite liegend zum Stillstand. Die Gruppe hatte Glück im Unglück – wie auf Fotos vom Unfallort zu sehen ist, wäre der Hang nur wenige Meter weiter noch steiler geworden.
Buspassagiere waren britische Touristen
Die Behörden haben inzwischen bestätigt, dass die betroffene Reisegruppe aus Großbritannien stammte. Nach Angaben der spanischen Notfallzentrale kam ein Mann ums Leben, zwei weitere, ein 73-Jähriger und ein 42-Jähriger, erlitten schwere Verletzungen und mussten per Rettungshubschrauber in Kliniken auf Teneriffa gebracht werden. Keiner der Insassen des Busses blieb unverletzt. Auch der Busfahrer ist unter den Verletzten.
Guardia Civil ermittelt
Die Unfallursache ist bislang unklar: Die Wetterbedingungen in der Region waren gestern Nachmittag überwiegend sonnig bei einer frischen Brise. Wie die BILD berichtet, könnte nach ersten offiziellen Erkenntnissen ein Bremsversagen dazu geführt haben, dass der Bus außer Kontrolle geriet. Die Ermittler werden nun untersuchen, welche Abfolge von Ereignissen tatsächlich zu dem Unfall geführt hat.
Nicht das erste tödliche Busunglück auf dieser Straße
Bereits im Mai letzten Jahres kam ein Bus auf der GM-2 von der Straße ab. Medienberichten von damals zufolge kam der Bus von der Fahrbahn ab, stürzte mehrere Meter in die Tiefe und landete auf einem tiefer gelegenen Abschnitt derselben Straße, wo er auf dem Dach liegend zum Stillstand kam. Von den Insassen starb eine 73-jährige Frau, zehn weitere Personen wurden verletzt, drei davon schwer.