Tote und Verletzte: Lkw auf Todesfahrt mitten in Deutschland

Es gab kein Entkommen. Er rammte einfach alles, was ihm im Weg stand: Polizei und Rettungskräfte sind im Großeinsatz nach einem tödlichen Vorfall mit einem Lkw in Baden-Württemberg.

Eine über 50 Meter lange Spur der Verwüstung, überall blinken Blaulichter. Nur ein Fahrzeug kommt und fährt in aller Stille wieder davon – der Bestattungswagen. Was in der ruhigen Stadt Schramberg im Landkreis Rottweil ein Tag wie jeder andere sein sollte, hat sich in einen unfassbaren Albtraum verwandelt.

Zerstörung entlang der gesamten Straße
Die genauen Umstände des Vorfalls werden noch untersucht. Bislang ist bekannt, dass der Fahrer eines Liefer-Lkw heute Morgen gegen 09:20 Uhr aus noch ungeklärten Gründen die Kontrolle über das Fahrzeug verlor.

Der tonnenschwere Lkw prallte gegen mehrere Autos, die entlang der Einbahnstraße geparkt waren, und schob sie mit voller Wucht zur Seite. Ein Kleinwagen wurde dabei 15 Meter weit entlanggeschleudert. Dann fuhr er über den Bordstein auf den Gehweg. Dort war eine Mutter mit ihren dreijährigen Zwillingen unterwegs. Nur das Mädchen aus dem Zwillingspaar überlebte. Ihre Mutter und ihr Bruder hatten keine Chance. Der Lkw kam erst zum Stehen, als er gegen die Wand der Gaststätte „Rosengarten“ prallte.

Was führte zu der Todesfahrt?
Zurück bleibt nur ein erschütterndes Bild der völligen Zerstörung. Bislang ist unklar, ob die Mutter und ihr Kind von einem der gerammten Autos oder vom Lkw selbst erfasst wurden. Unklar ist auch, was den tödlichen Unfall ausgelöst hat. Was geschah mit dem Fahrer des Lkw? Als die Rettungskräfte am Unfallort eintrafen, war er in der Fahrerkabine des Lkw eingeklemmt, doch Medienberichten zufolge war er nur leicht verletzt und konnte nach dem Unfall kommunizieren.

Volkmar Caduff, der Geschäftsführer des Unternehmens, bei dem der Lkw-Fahrer beschäftigt ist, hat sich bereits gegenüber den Medien geäußert. Wie die BILD berichtet, hatte der Mann seiner Aussage nach heute wie üblich um 3 Uhr morgens seine Arbeit aufgenommen, Lieferungen an Kunden, darunter lokale Lebensmittelgeschäfte, Metzgereien und Krankenhäuser, durchgeführt und befand sich auf dem Weg zurück. Kurz gesagt: Soweit bekannt ist, war dem Fahrer während seiner heutigen Arbeit nichts Ungewöhnliches widerfahren.

Es bleibt nun den Ermittlern überlassen, festzustellen, was genau zu dieser tödlichen Tragödie geführt hat. Der Unfallort ist vorerst für den gesamten Verkehr gesperrt, während die Ermittlungen weitergehen und die Trümmer noch entfernt werden müssen.

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Oskar Herbert