Tornado verwüstet Italien

In Italien hat die Urlaubssaison schon begonnen und hunderttausende Touristen befinden sich bereits in den beliebtesten Ferienorten rund um die Adria und in den malerischen Städten der Toskana. In den vergangenen Tagen mussten allerdings die meisten Urlauber und Italiener in ihren Häusern und Hotels bleiben, denn ein Unwetter von katastrophalen Ausmaßen fegte über große Teile des Landes hinweg. Starkregen, Gewitter und Hagel richteten enorme Schäden an Gebäuden und Fahrzeugen an. Vor einer der beliebtesten italienischen Städte an der Adriaküste kam es sogar zu mehreren Tornados. 

Wirbelstürme in der Lagune 

In der Lagune vor Venedig haben sich laut den italienischen Meteorologen mehrere Wirbelstürme gebildet, die bei Landfall eine Breite von bis zu 40 Metern erreichten. Die Tornados verfehlten zwar die Großstadt Venedig, schlugen aber in den umliegenden Dörfern der Provinz Rovigo ein und führten zu einem Großeinsatz des italienischen Zivil- und Katastrophenschutzes. Nach vorläufigen Berichten kam es bei den Stürmen zu keinen Personenschäden, die Sachschäden aber belaufen sich in die Millionen. Laut Wetterexperten entstand das Unwetter durch den starken Scirocco-Wind, der feuchtwarme Luft vom Meer ins Landesinnere gedrückt hatte.

Verona am schlimmsten betroffen 

Auch die Stadt Verona im Landesinneren wurde nicht von den Stürmen verschont. Dort wurde bei Häusern und Industrieanlagen das Dach von den starken Windböen mit bis zu 80 Kilometern pro Stunde weggerissen und Fenster durch Hagelkörner der Größe von Golfbällen eingeschlagen. Anschließend zogen der Sturm und Hagel weiter über die Stadt Brescia, den Gardasee und die Valtenesi. Auch hier kam es lediglich zu großen Sachschäden, aber keiner wurde verletzt. 

Schnee in den Alpen 

Während der Zivil- und Katastrophenschutz im italienischen Flachland mit Hochwasser und zerstörter Infrastruktur zu kämpfen hatte, fiel in den Dolomiten der italienischen Alpen bis zu 40 cm Neuschnee, der die Lawinengefahr beträchtlich erhöhen wird. Zu allem Überfluss ist noch keine Entwarnung in Sicht und die italienischen Meteorologen rechnen mit weiteren zerstörerischen Stürmen an diesem Wochenende. 

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Alexander Grünstedt