

2026 war für deutsche Autofahrer bereits ein Jahr voller Herausforderungen. Nun wird es noch schlimmer. Die Rede ist nicht vom anhaltenden Spritpreis-Albtraum, sondern von einer völlig unerwarteten Gefahr, von der zahlreiche Autofahrer in den kommenden Wochen bedroht sein werden. Unerwartete Kosten sind nie willkommen, und diese haben es wirklich in sich.
Ein Desaster für jeden Autofahrer: Eine Gefahr, die man oft erst erkennt, wenn es schon zu spät ist. Und während sich Fahrer von Elektroautos in den letzten Wochen angesichts steigender Spritpreise vielleicht noch glücklich schätzen konnten, könnten sie in diesem Fall am Ende die höchsten Rechnungen erhalten.
Versicherer warnen: Schäden in Höhe von Hunderten Millionen Euro
„Ein einziger Biss kann ausreichen, um wichtige Fahrzeugfunktionen zu beeinträchtigen“, warnt Jörg Asmussen, Geschäftsführer des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), und was noch schlimmer ist: Ihre Versicherung deckt den Schaden möglicherweise nicht ab. Die Rede ist von einem Tier, dem viele Menschen oft wenig Beachtung schenken: dem Marder. Von Natur aus enthusiastische Beißer (vor allem, wenn es um Soja-basierte Isolierungen geht), werden die Tiere im Frühjahr besonders aggressiv und territorial – alles, was nach einem anderen Marder riecht, läuft Gefahr, zerbissen zu werden: Kabel, Kühlschläuche und Isolierungen – bei Autos und insbesondere Elektrofahrzeugen kann dies verheerende Schäden bedeuten.
2026 könnte das bisher schlimmste Jahr werden
Im Jahr 2024 zahlten deutsche Versicherer 157 Millionen Euro für Marderbisse aus – rund 620 Euro pro Schadensfall. Im Jahr 2026 könnte es noch deutlich schlimmer kommen. Neue Faktoren kommen ins Spiel:
– Auf Deutschlands Straßen sind mehr Elektrofahrzeuge unterwegs als je zuvor. Bis Oktober 2025 waren 1,93 Millionen Elektrofahrzeuge zugelassen. Durchgebissene Kabel können hier sehr schwere und teure Schäden darstellen.
– Aufgrund des starken Anstiegs der Spritpreise lassen immer mehr Autofahrer ihr Auto zu Hause stehen oder nutzen es nur, um zum Bahnhof oder einem anderen Parkplatz zu fahren, um dort auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Während an belebten Orten und über kurze Zeiträume hinweg kaum Gefahr besteht, ist jedes Fahrzeug, das länger oder an einem ruhigeren Ort geparkt ist, gefährdet.
So sollten sich Autofahrer schützen
Autofahrern wird dringend empfohlen, ihre Fahrzeuge regelmäßig auf Anzeichen für die Anwesenheit von Mardern zu überprüfen: Achten Sie auf Pfotenabdrücke, Kot, Fell oder Nistmaterial unter der Motorhaube. Oft ist auch ein scharfer Geruch ein eindeutiges Indiz. Wenn Sie solche Anzeichen entdecken, reinigen Sie Ihr Fahrzeug gründlich, damit alle Gerüche entfernt werden. Für viele Fahrzeuge sind zudem Schutzbleche und Drahtgitter erhältlich, die unter den Motor montiert werden. Es gibt auch einige Ultraschallgeräte auf dem Markt, die versprechen, Marder durch die Abgabe eines Tons zu vertreiben. Hier lohnt es sich natürlich, die Bewertungen zu lesen, da manche Geräte besser funktionieren als andere. Experten empfehlen zudem, ein Gerät zu wählen, bei dem die Frequenz variiert werden kann, da die Tiere den Ton sonst nach einer Weile ignorieren lernen.
Bin ich nicht durch meine Kfz-Versicherung abgedeckt?
Sie sollten die Unterlagen Ihrer Kfz-Versicherung sorgfältig prüfen – oder einfach beim Kundenservice nachfragen – und sich genau erkundigen, was abgedeckt ist. Manche Versicherungen decken nur einen Teil der Reparaturkosten oder bestimmte Teile ab. In der Regel sind Sie mit einer Vollkaskoversicherung abgesichert, mit einer einfachen Kfz-Haftpflichtversicherung jedoch nicht. Wenn Sie sich Sorgen wegen Marderschäden an Ihrem Fahrzeug machen, sollten Sie den Abschluss einer Teilkaskoversicherung in Betracht ziehen, um sich gegen solche Eventualitäten abzusichern. Vergleichsportale wie Verivox oder Check24 können Ihnen dabei helfen, die für Sie passende Versicherung zu finden.