

Gestern Abend kam es zu einem der schwersten Zugunglücke in Europa in neuerer Zeit, nachdem zwei Hochgeschwindigkeitszüge in Spanien miteinander kollidierten. Der Vorfall ereignete sich kurz vor 20 Uhr gestern Abend auf der Strecke zwischen Malaga und Madrid in der Nähe von Córdoba in Andalusien. Die Anzahl der Todesopfer lag zum Zeitpunkt des Schreibens bei etwa 39, aber die meisten der Passagiere konnten noch nicht aus den Trümmern geborgen werden und die Rettungskräfte gehen davon aus, dass sich die Zahl noch vergrößern wird. Einer der Züge soll mit 317 Passagieren besetzt gewesen sein. der andere mit etwa 100.
Mehr als hundert Verletzte
Gemäß Augenzeugenberichten soll einer der Züge, der bis zu 300 Kilometer pro Stunde an Geschwindigkeit erreicht, an einer Weiche aus den Gleisen gesprungen sein. Dabei kippten drei Waggons um und rissen Teile des Unglückszugs mit sich. Kurz darauf raste ein anderer Zug auf die Unglücksstelle zu und konnte nicht mehr bremsen. Die beiden Züge verkeilten sich ineinander. Die Todesopfer sollen aus beiden Zügen kommen. Zudem wurden mehr als 100 Verletzte bisher aus den Wracks geborgen, 25 davon mit lebensgefährlichen Verletzungen.
Enorm schwierige Rettungsarbeiten
Rettungsarbeiter des spanischen Katastrophenschutzes und der örtlichen Feuerwehr berichten von enorm schwierigen Bergungsarbeiten. Das Innere der Züge ist komplett verbogen und besteht zurzeit aus einer undurchdringlichen Wand von Metallteilen, durcheinandergeflogenen Gepäckstücken und anderen Trümmern. Um an die verbleibenden Passagiere heranzukommen, ohne die Rettungskräfte zu gefährden, müssen die Trümmer erst zur Seite geschafft werden.
Örtliche Bevölkerung hilft
Auch die Einwohner des naheliegenden Ortes Adamuz beteiligen sich an den Rettungsarbeiten. Die Anwohner waren als Erste zur Stelle und begannen sofort, Scheiben zu zerschlagen, um Passagieren aus den Fenstern zu helfen. Unverletzte Passagiere wurden von den Anwohnern aufgenommen. Andere Passagiere leiden unter offenen Knochenbrüchen, schweren Schnittwunden, Prellungen und Quetschungen. Über die Namen und Nationalitäten der Verunglückten ist noch nichts bekannt.