Putin rasend über Zerstörung von Waffenfabrik

Der von Russland angezettelte Krieg gegen die Ukraine spielt sich schon längst nicht mehr nur auf ukrainischem Gebiet ab. Den Ukrainern ist es mithilfe von Verbündeten und moderner Kriegsmaschinerie gelungen, militärische Schläge auch tief im Herzen von Russland auszuführen. Dabei haben die ukrainischen Streitkräfte besonders auf die unzähligen Ölraffinerien fokussiert, die dem russischen Staat dringend notwendige Mittel zuführen, die der russische Präsident Wladimir Putin für seine völkerrechtswidrige Kriegsführung benötigt.

Bilder in den globalen Medien und sozialen Netzwerken von brennenden Anlagen, die zur Verarbeitung und dem Transport von Erdöl dienen, gehören beinahe zur Tagesordnung. Ein Drittel der Raffinerien in Russland sind bereits aufgrund der ukrainischen Angriffe stillgelegt, aber jetzt haben die Ukrainer sich neue Ziele gesetzt. 

Brand in wichtiger Waffenfabrik erzürnt Putin 

Am vergangenen Mittwoch griffen die Ukrainer mithilfe eines Marschflugkörpers vom Typ Storm Shadow eine russische Waffenfabrik in der südwestlichen russischen Stadt Brjansk an. Dabei kamen sechs Menschen ums Leben und weitere 37 wurden verletzt. Die Fabrik gilt als ein wichtiger Lieferant für Russlands Kriegsmaschine, indem die dort hergestellten Halbleiter und Mikrochips für die Steuerung und genaue Zieleinstellung von Raketen und Drohnen genutzt werden. Für die Ukrainer war der Schlag auch von symbolischer Bedeutung, da die dort zusammengebauten Einzelteile für genau die Raketen genutzt werden, die zurzeit die große Zerstörung in der Ukraine verursachen. Putin äußert sich selten zu erfolgreichen ukrainischen Schlägen gegen Russland, und wenn, dann nur, um diese herunterzuspielen. In Bezug auf die Waffenfabrik konnte er jedoch seine Wut und Empörung nicht verbergen. Dabei richtet sich sein Zorn nicht nur gegen die Ukraine, sondern auch gegen die NATO. 

Drohungen gegen Großbritannien 

In einer Stellungnahme des russischen Außenministeriums heißt es, dass die NATO-Mitgliedsländer „die volle Verantwortung für die Folgen dieses Angriffs zu tragen“ haben und dass der Angriff und die Zerstörung der Fabrik ohne die „direkte Beteiligung“ einzelner NATO-Länder nicht möglich gewesen wären. Dabei weist Putin darauf hin, dass die Marschflugkörper von Großbritannien entwickelt und an die Ukraine weitergegeben wurden, um russische Ziele dem Erdboden gleichzumachen. Durch diese Handlung haben die Briten nicht nur internationales Recht gebrochen, sondern sind auch dafür mitverantwortlich, dass der Krieg jetzt auf ein „grundsätzlich neues Niveau von Zerstörung und menschlichen Opfern“ gehoben wird. In der Zwischenzeit haben die Ukrainer ihre Angriffe auf strategisch wichtige russische Ziele fortgesetzt. Neben der Waffenfabrik in Brjansk wurden auch ein Drohnen-Depot in der russisch besetzten ukrainischen Region Saporischschja und die Treibstoff- und Schmierstoffdepots in Berdjansk im Südosten des Landes außer Gefecht gesetzt. Auch eine Radarstation in Sewastopol auf der Krim, die für russische Luftabwehrsysteme der Typen S-300 und S-400 genutzt wurde, soll bei einem ukrainischen Angriff zerstört worden sein. 

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Alexander Grünstedt