

Eine tödliche Krankheit breitet sich in Deutschland aus, und in den kommenden Wochen sind die Bürger am stärksten gefährdet. Das Robert Koch-Institut (RKI) warnt die Einwohner von 185 Landkreisen dringend zu größter Vorsicht.
Endlich scheint wieder die Sonne. Millionen Menschen im ganzen Land planen, dieses Wochenende dringend benötigte Zeit im Freien zu verbringen. Aber die wärmeren Temperaturen bringen auch eine tückische Gefahr mit sich.
Neuer Höchststand bei FSME
Forscher schlagen Alarm: Die Fälle von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) könnten 2025 einen neuen Höchststand erreicht haben. Und aufgrund der warmen Temperaturen dürfte 2026 ähnlich schlimm oder sogar noch schlimmer werden: Die Zecken, die das FSME-Virus übertragen, vermehren sich in ganz Deutschland stark.
Die zwei Phasen von FSME-Infektionen
Eine FSME-Infektion beginnt fast wie eine Grippe: Viele Erkrankte leiden unter Fieber, Gliederschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, andere haben kaum Symptome. Das ist jedoch nur die erste Phase der Infektion. Besonders gefährlich ist die zweite Phase, in der einige Infizierte die gefürchtete Meningitis entwickeln – eine Entzündung der Hirnhäute. Auch eine Entzündung des Rückenmarks oder des Gehirns ist möglich.
In schweren Fällen kann es zu Lähmungen in Armen und Beinen sowie zu Schluck- und Sprachstörungen, Atemlähmungen und extremer Schläfrigkeit kommen. Wie das Deutsche Ärzteblatt schreibt, können diese Symptome bis zu einem Jahr anhalten. Etwa 1 Prozent der Betroffenen sterben.
FSME-Risikogebiete in Deutschland
FSME ist also etwas, dessen man sich bewusst sein und vor dem man sich so gut wie möglich schützen sollte. Die vom RKI erstellte Karte zeigt die Gebiete in Deutschland, die als besonders risikoreich gelten. In diesem Jahr sind zwei neue Orte hinzugekommen: der Landkreis Nordsachsen sowie der Stadtkreis Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt. Insgesamt gelten nun 185 Landkreise als Risikogebiete für FSME. Die aktualisierte Karte finden Sie hier: https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/Epidemiologisches-Bulletin/2026/09_26.pdf?__blob=publicationFile&v=5 (auf Seite 7).
Der Rest des Landes ist jedoch alles andere als sicher. Einige Forscher vertreten sogar die Ansicht, dass ganz Deutschland als Risikogebiet für FSME eingestuft werden sollte, da Fälle überall auftreten können. Die auf der Karte hervorgehobenen Gebiete sollten dann als Hochrisikogebiete gelten.
Bürger müssen sich vor Zecken schützen
Den Bürgern wird empfohlen, sich durch das Tragen geschlossener Kleidung – lange Hosen und Oberteile mit langen Ärmeln – zu schützen. Wenn Sie Ihre Hosenbeine in die Socken stecken, können Zecken die Haut schwerer erreichen. Helle Kleidung erleichtert das Erkennen von Zecken. Auch die Verwendung von Repellentien wird empfohlen. Wenn Sie sich in hohem Gras, Gebüsch oder Unterholz aufhalten, sollten Sie Ihre Kleidung regelmäßig auf krabbelnde Zecken überprüfen und nach der Rückkehr nach Hause Ihren Körper gründlich absuchen.
Personen in Risikogebieten sowie Personen in Gebieten mit niedrigerem Risiko, die viel Zeit im Freien im Wald oder im Garten verbringen, sollten auch eine Impfung gegen FSME in Betracht ziehen.