

Für Millionen von Haushalten ist Nutella ein unverzichtbarer Bestandteil des Frühstücks, doch der jüngste Test der Stiftung Warentest offenbart etwas Schockierendes und völlig Unerwartetes: Nutella ist nicht mehr die beste Wahl, wenn es um Nuss-Nougat-Creme geht.
In ihrem jüngsten Nuss-Nougat-Creme-Test (09/26) hat die Stiftung Warentest 18 Produkte aus verschiedenen Quellen unter die Lupe genommen: Vom Marktführer Nutella über Eigenmarken von Discountern, Bio- und vegane Produkte bis hin zur edlen Chocolatier-Creme – die Tester haben jedes Produkt gründlich geprüft und anhand zahlreicher Kriterien bewertet.
Stiftung Warentest testet 18 Nuss-Nougat-Cremes
Die gute Nachricht ist, dass keine der 18 Cremes komplett durchgefallen ist – doch einige wurden deutlich besser bewertet als andere. Die schlechteste Note war „ausreichend“ (4,0), die an die zuckerreduzierte Creme „Ahead No added sugar spread Crazy Hazel“ ging, da die Tester darin aromatische Mineralölbestandteile (MOAH) fanden, die möglicherweise krebserregend sind. Zudem wurde festgestellt, dass diese Creme 42 Prozent Maltit enthält, einen Zuckeralkohol, der abführend wirken und bei empfindlichen Personen Beschwerden verursachen kann. Auch vom Geschmack waren die Tester nicht ganz überzeugt.
Nuss-Nougat-Creme: Die Testsieger der Stiftung Warentest
Nutella schaffte es trotz seiner allgemeinen Beliebtheit nur auf den dritten Platz. Gründe dafür waren unter anderem der Zuckergehalt – mit 57 Prozent der höchste im Test –, der Palmölanteil sowie das Fehlen eines Nachhaltigkeitssiegels für seine Haselnüsse. Insgesamt erhielt es die Note 2,2.
An der Spitze stehen zwei Testsieger, die als sehr unterschiedlich angesehen werden können. Der eine ist ein ganz besonderer Genuss: Die dunkle Nuss-Nougat-Creme „Kräm – Herr Eichhorn pur“, handgefertigt von der Schokoladenmanufaktur Goldhelm. Obwohl sie mit 5,94 Euro pro 100 g zu den teuersten getesteten Produkten gehörte, fanden die Tester ihren aromatischen, nussigen Geschmack und Geruch (ein Beweis für ihren hohen Nussanteil von 50 Prozent), der ihr im Test eine beeindruckende sensorische Note von 1,0 einbrachte, äußerst empfehlenswert.
Der andere Testsieger hingegen ist für viele Familien bereits ein fester Bestandteil des Küchenvorrats: Es handelt sich um Aldis eigene „Nusskati Nuss-Nougat-Creme“, die eine Testnote von 2,0 erhielt. Sie stach nicht nur geschmacklich durch ihre „kräftige Kakaonote“ hervor, die die Tester an Bitterschokolade erinnerte, sondern enthält auch beachtliche 13 Prozent Haselnüsse. Zudem gehört die Creme mit einem Preis von nur 0,50 Euro pro 100 g zu den günstigsten im Test.
Tester warnen vor Fett- und Zuckergehalt
Es ist anzumerken, dass die Tester bei keiner der getesteten Nuss-Nougat-Cremes eine besonders gute Bewertung hinsichtlich des Nährwerts vergeben konnten. In jedem Glas steckt einfach zu viel Zucker und Fett: Eine Portion von 20 g lieferte im Durchschnitt 111 Kalorien und bis zu einem Drittel der von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlenen maximalen täglichen Zuckeraufnahme für Kinder. Nuss-Nougat-Cremes sollten daher streng genommen eher als Süßigkeit denn als gesundes Frühstücksprodukt betrachtet werden.