NASA erwartet jeden Augenblick Sonden-Einschlag

Nicht nur wird im Augenblick eifrig wettgerüstet, damit Nationen ihre eigene Sicherheit gewährleisten können. Auch das Weltall wird immer bedeutender für Industrieländer. Ständig werden deshalb zurzeit neue Satelliten, Sonden, Raketen oder gar ganze Weltraumstationen von der Erde aus ins Weltall geschickt. Worüber die wenigsten allerdings nachdenken, ist die große Gefahr, dass diese riesigen Weltraumgeschosse auch irgendwann einmal außer Betrieb geraten und nicht selten wieder auf die Erde zurückfallen. In den wenigsten Fällen können sowohl der Zeitraum als auch die Einschlagstelle berechnet werden, wie der neueste Fall zeigt, vor dem NASA jetzt warnt. 

Weltraumsonde soll heute kommen 

Eine Weltraumsonde, die im Jahre 2012 ins All geschickt wurde, um hochenergetische Teilchen im Weltraum näher zu untersuchen, hat schon seit 2019 keinen Treibstoff mehr. Danach trieb die Sonde ziellos im All herum und NASA-Forscher gingen davon aus, dass sie zerfallen oder erst in vielen Jahren wieder auf die Erde fallen würde. Die Berechnungen haben sich allerdings als falsch erwiesen und die NASA hat jetzt die Warnung herausgeschickt, dass die Sonde innerhalb der nächsten 24 Stunden in die Erdatmosphäre eintreten wird und dabei einen „riesigen Einschlag“ auslösen kann. Man erhofft sich zwar, dass das Raumfahrzeug völlig verbrennt, kann aber nicht ausschließen, dass Teile den Eintritt überleben und willkürlich an irgendeinem Ort auf dem Erdball einschlagen werden. NASA berechnet die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen von den Einzelteilen der Sonde getroffen werden könnten, als 1:4200. 

Weltraummüll wird globales Problem 

Der zunehmende „Verkehr“ im Weltall führt laut Forschern vermehrt zu einer großen Gefahr für Unfälle, bei denen Raketen, Satelliten und andere Weltraumfahrzeuge kollidieren oder anderweitig außer Betrieb gesetzt werden können. Gerade hat der südafrikanische Milliardär bekannt gegeben, dass sein Raumfahrtunternehmen SpaceX plant, weitere 7500 Satelliten ins All zu katapultieren. Damit kommt die Weltbevölkerung zunehmend in die Gefahrenzone, von herabstürzenden Teilen getroffen zu werden. Gleichzeitig führen die Teile auch andere schwerwiegende Probleme mit sich. Viele Weltraumfahrzeuge sind mit nuklearen Elementen versehen, die große Teile einer Landschaft verseuchen können. Außerdem haben Forscher gerade erst damit begonnen, die Auswirkungen der Brände von in die Atmosphäre eintretenden Teilen auf die Luftqualität zu messen.  

Luftfahrt in Gefahr 

Auch die Luftfahrt ist von den herabfallenden Teilen betroffen, wie ein Vorfall in den Vereinigten Staaten vor wenigen Wochen gezeigt hat. Dabei wurde eine Boeing 737 auf etwa 11 000 Meter Höhe von einem herabstürzenden Teil getroffen. Dabei wurde die Windschutzscheibe des Flugzeugs zertrümmert und der Pilot verletzt. Die Maschine geriet kurzzeitig in Absturzgefahr, der Pilot konnte allerdings in letzter Minute die Katastrophe abwenden und die Maschine auf einem nahegelegenen Flugplatz notlanden. Auch der deutsche Luftraum stand im Februar in Gefahr, von einem abstürzenden SpaceX-Satelliten getroffen zu werden. Glücklicherweise verglühte der Satellit, kurz bevor die deutsche Luftsicherung den gesamten Luftraum über Mitteldeutschland sperren musste. 

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Alexander Grünstedt