

Schlammfluten wüten dort, wo einst malerische Straßen waren: Eine Region, die unter Türkei-Urlaubern lange als heißer Geheimtipp galt, ist kaum wiederzuerkennen.
Orte wie Antalya und Bodrum mögen jedes Jahr Millionen von Besuchern anziehen, doch die türkische Schwarzmeerregion galt schon lange als Geheimtipp: Mit ihren üppigen Haselnusshainen und Teeplantagen vor der Kulisse dramatischer Berge wird diese idyllische Region, die sich von Istanbul bis nach Artvin erstreckt, als Alternative abseits des Massentourismus immer beliebter. Doch nun ist die schöne Landschaft kaum noch wiederzuerkennen. Schlimmer noch: Die Gefahr ist noch nicht vorbei.
Schwere Überflutungen treffen weite Teile der Türkei
Heftige Regenfälle, die bereits am späten Dienstagabend einsetzten, haben massive Sturzfluten ausgelöst. Von Augenzeugen aufgenommene Videos zeigen unglaubliche Szenen: In Havza, in der beliebten Provinz Samsun, trat der Hacı-Osman-Bach über die Ufer und verwandelte die Straßen in reißende Ströme.
Wie durch ein Wunder wurden bislang nur 12 Verletzte gemeldet. Wie hoch die entstandenen Schäden sind, da das Hochwasser die Keller von Häusern geflutet, viele Autos mitgerissen und zahlreiche Felder verwüstet hat, lässt sich noch nicht abschätzen.
Gefahr hält an: Überflutungsgefahr in 36 Provinzen
Und die Gefahr ist noch lange nicht vorüber: Für 36 Provinzen, die sich von Ankara und Konya im Zentrum des Landes bis zur Provinz Kars im äußersten Osten erstrecken, gilt weiterhin eine Hochwasserwarnung. Google zeigt eine Karte der betroffenen Gebiete. Weitere Informationen finden Sie über den Google Flood Hub.
Wichtiger Hinweis für Reisende in die Türkei
Wenn Sie in den kommenden Tagen eine Reise in eines der betroffenen Gebiete geplant haben, sollten Sie sich mit Ihrem Reiseveranstalter oder Ihrer Unterkunft in Verbindung setzen, um sich über die Lage vor Ort zu informieren.
Da sich die Lage sehr schnell ändern kann, sollten Urlauber vor der Planung von Ausflügen oder Reisen stets den Wetterbericht konsultieren. Reisende sollten sich zudem bewusst sein, dass in der Türkei weiterhin Erdbebengefahr besteht: Erst am vergangenen Sonntag, dem 10. Mai, wurde in der Ägäis zwischen der Türkei und Griechenland ein Erdbeben der Stärke 4,7 registriert, dessen Epizentrum etwa 34 km nordöstlich der Insel Astypalaia (Griechenland) lag. Augenzeugen zufolge war das Beben auch in der Gegend um Bodrum zu spüren. Sollten während Ihres Aufenthalts unvorhergesehene Ereignisse eintreten, sollten Sie sich stets an die Anweisungen der Behörden halten.