Lauterbach-Rückkehr: Neue Rolle auf höchster politischer Ebene winkt

Für Millionen Deutsche wird Karl Lauterbach immer der Bundesgesundheitsminister bleiben, der das Ende der Pandemie eingeläutet hat – langsam aber sicher, nach langem Überlegen, aber letztendlich doch.

Seit dem Ende der Ampel-Regierung ist es um den SPD-Politiker, der den Vorsitz im Forschungsausschuss des Bundestages übernommen hat, eher ruhig geworden. Nun besteht die Chance, dass die Bürger bald wieder viel mehr von Karl Lauterbach sehen werden.

Neue Rolle für Karl Lauterbach
Der ehemalige Gesundheitsminister soll angeblich im Rennen um eine ganz besondere Position sein, und zwar auf höchster politischer Ebene. Ein Job, der ihn mit den Spitzenpolitikern der Welt in Kontakt bringen wird – allerdings wird Lauterbach damit nicht die Bundesrepublik vertreten.

Stattdessen gibt es laut BILD starke Anzeichen dafür, dass Karl Lauterbach die Position des Generaldirektors der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Visier genommen hat. Tedros Ghebreyesus, der dieses Amt seit 2017 innehat, soll im Mai nächsten Jahres abgelöst werden.

Vor kurzem äußerte sich ein Sprecher der SPD dazu, dass es sinnvoll wäre, wenn Deutschland nach dem Rückzug der USA Anfang dieses Jahres sein Engagement in der WHO verstärken würde. Dann, am Dienstag dieser Woche, posierte ein strahlender Lauterbach Arm in Arm mit Ghebreyesus bei der mit Stars gespickten „Cinema for Peace Gala“ im Adlon Kempinski Hotel für ein Foto. Ein Zufall?

Eine Rolle mit großer Verantwortung
In den kommenden Monaten wird sich zeigen, ob Karl Lauterbach zum neuen WHO-Chef ernannt wird. Sollte er Erfolg haben, würde er an der Spitze der renommiertesten Gesundheitsbehörde der Welt stehen. Im Gegenzug könnte er sich auf ein Jahresgehalt von rund 252.000 Euro sowie eine Spesenpauschale und eine angemessene Rente freuen.

Als WHO-Generaldirektor würde Lauterbach an Entscheidungen mitwirken, die die Gesundheit von Milliarden Menschen weltweit beeinflussen. Die WHO hat derzeit 194 Mitgliedstaaten. Mehr als 8000 Mitarbeiter sind in 153 Regionalbüros sowie in der WHO-Zentrale in Genf tätig. Und dann noch dies: Zu den Aufgaben des nächsten WHO-Chefs wird insbesondere die rechtzeitige Erkennung und Bewältigung der nächsten potenziellen Pandemie gehören: Er muss sicherstellen, dass die Länder auf die globale Gesundheitskrise vorbereitet sind, von der Gesundheitswissenschaftler überzeugt sind, dass sie bevorsteht – die Frage lautet nicht „ob“, sondern „wann“. Eine enorme Verantwortung also.

Foto: Karl Lauterbach (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Oskar Herbert