Hinterhältiger Betrug: Bürgern fehlt plötzlich Geld vom Konto – Das müssen Sie wissen

Verbraucherschützer schlagen Alarm! Die Ausgaben sind heutzutage himmelhoch, doch plötzlich fehlt zahlreichen Bürgern mehr Geld, als sie erwartet hatten.

Haben Sie manchmal das Gefühl, dass eigentlich mehr Geld auf Ihrem Konto sein müsste? Sicherlich immer öfter in Zeiten, in denen so viele Dinge so schnell teurer geworden sind. Außerdem bezahlen wir viel mehr elektronisch, und manchmal kann es schwierig werden, den Überblick über die Ausgaben zu behalten. Genau darauf setzen Betrüger bei dieser neuen hinterhältigen Masche.

Experten warnen vor hinterhältigem Betrug
Wie die Experten des Verbraucherschutzportals Mimikama warnen, handelt es sich um ein Detail, das vielen Menschen vielleicht gar nicht auffällt – falls sie ihre Kontoauszüge überhaupt überprüfen. Streaming-Abonnements, Fitnessstudio-Mitgliedschaft, Stromrechnung… Wenn der nächste Eintrag eine Lastschrift vom Dienstleister „Lenoxal Limited“ oder „Lunero EOOD“ ist, müssen Sie sofort handeln!

Der Grund: Bei dieser Lastschrift handelt es sich um einen Betrug. Aber wie kann das sein – die Bank hat doch die Abbuchung zugelassen? Die Betrüger nutzen eine Lücke im SEPA-Lastschriftverfahren aus: Banken prüfen Lastschriftmandate nicht im Voraus. Wenn die Betrüger irgendwie an Ihre Kontodaten gelangen (zum Beispiel durch Phishing, ein Datenleck oder ein unseriöses Online-Angebot), können sie mindestens einmal einen Betrag von Ihrem Konto abbuchen und werden möglicherweise nie erwischt.

Wir selbst bemerken vielleicht gar nichts Ungewöhnliches, wenn wir unseren Kontoauszug überfliegen: Das liegt an der relativ hohen Anzahl an Transaktionen, die bei den meisten von uns über das Konto laufen, und daran, dass die Betrüger bewusst einen unauffälligen Betrag von 99 Euro gewählt haben. Wie Mimikama schreibt, liegt dieser unterhalb der psychologischen Schwelle, ab der die meisten Menschen misstrauisch werden.

Verbraucher müssen aktiv werden
Als Erstes sollten Sie Ihre letzten Kontoauszüge sorgfältig prüfen. Wenn Sie eine Lastschrift von der oben genannten Firma finden, sollten Sie sich umgehend an Ihre Bank wenden. Die gute Nachricht: Sie können eine Lastschrift, die Sie nicht autorisiert haben (d. h. bei der kein gültiges Lastschriftmandat vorliegt), bis zu 13 Monate lang rückgängig machen. Selbst autorisierte Lastschriften können 8 Wochen lang ohne Angabe von Gründen zurückgefordert werden.

Die zunehmende Aktivität von Betrügern und die Tatsache, dass es für sie so einfach ist, Geld von unseren Konten zu entwenden, sollte für uns alle ein guter Grund sein, uns anzugewöhnen, jeden Monat unsere Kontoauszüge sehr sorgfältig zu prüfen. Wenn Sie einen Namen sehen, den Sie nicht erkennen, recherchieren Sie im Internet – schließlich könnte es sich um etwas handeln, das Sie tatsächlich abonniert oder gekauft haben. Sollte dies nicht der Fall sein, hinterfragen Sie die Transaktion unverzüglich bei Ihrer Bank.

Wie CHIP berichtet, bieten viele Banken auch einen „Whitelist“-Service an, bei dem Sie Unternehmen auflisten können, die Lastschriften auf Ihrem Konto vornehmen dürfen. Das bedeutet zwar etwas mehr Aufwand, sollte Sie aber vor unbefugten Lastschriften wie der oben beschriebenen schützen.

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Oskar Herbert