Großbritannien verbietet amerikanischen Militäreinsatz gegen Iran

Seit Wochen droht der amerikanische Präsident Donald Trump mit einem militärischen Großeinsatz gegen das Mullah-Regime im Iran. Während er am Anfang der schwer misshandelten iranischen Bevölkerung seine Unterstützung zugesagt hatte, und dann doch keine Hilfe schickte, geht es jetzt um die riesigen Atomanlagen des vorderasiatischen Landes. Trump will mit allen Mitteln verhindern, dass die islamistische Regierung in Teheran ihr Atomprogramm mit angereichertem Uran ausbauen kann. Als erste Drohung sammeln sich immer mehr amerikanische Kriegsschiffe im Nahen Osten, aber die Amerikaner benötigen auch nahegelegene militärische Stützpunkte, von denen aus Luftangriffe auf den Iran koordiniert und gestartet werden können. Die britischen Chagos-Inseln liegen perfekt, aber die Briten verweigern ihre Zustimmung zu einer amerikanischen Präsenz.

Illegaler Angriff 

Der britische Ministerpräsident Keir Starmer hat gerade Trump mitgeteilt, dass die Vereinigten Staaten die britischen Militärbasen auf dem Chagos-Archipel im Indischen Ozean nicht für militärische Einsätze nutzen dürfen. Außerdem können die Amerikaner die Inseln auch nicht für Zwischenstopps oder zum Auftanken und zur Aufstockung von lebenswichtigem Proviant nutzen. Starmer weist auf internationale Gesetze hin, die Großbritannien in einen möglicherweise illegalen Krieg implizierten, sollten die Briten den Amerikanern ihre Militärstützpunkte zur Verfügung stellen. Überdies verweigert der britische Premier den Amerikanern den Gebrauch des englischen Flugplatzes Fairfield, den die US-Luftwaffe für Zwischenlandungen benötigt. Der militärische Stützpunkt auf Chagos wird zwar von den Briten und Amerikanern gemeinsam betrieben, kann aber nur mit Zustimmung der britischen Regierung in einem Krieg genutzt werden. 

Perfekte Lage 

Für die Amerikaner ist die Absage der Briten ein schwerer Schlag. Der Militärflughafen auf Chagos liegt in einem perfekten Abstand zu dem iranischen Festland. Dabei sind die Inseln weit genug vom Iran entfernt, um mit Langstreckenraketen erreicht zu werden, aber nahe genug, um gezielt Luftangriffe vorzunehmen. Laut Militärstrategen haben die Vereinigten Staaten zwar weitaus näherliegende Stützpunkte im Nahen Osten. Diese stehen aber gemäß den neuesten Drohungen aus Teheran in Gefahr, durch iranische Angriffe zerstört zu werden. Trump rast jetzt gegen die Briten und Keir Starmer und droht mit Repressalien. Die Chagos-Inseln sollen eigentlich an Mauritius zurückgegeben werden, aber der Deal hat sich als komplizierter herausgestellt als im Ausgangspunkt angenommen. Um das militärisch wichtige Archipel von britischer in mauretanische Obhut zu überführen, benötigen die beiden nämlich auch die Zustimmung der amerikanischen Regierung.

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Alexander Grünstedt