Fahren Sie hier nicht hin: Bürger werden dringend vor der Türkei gewarnt

Eine dringende Warnung aufgrund schwerwiegender Sicherheitsbedenken: Bürger werden aufgefordert, bestimmte Regionen der Türkei umgehend zu verlassen. Dieser Aufruf stammt vom amerikanischen Außenministerium. Auch das deutsche Auswärtige Amt hat seine Reise- und Sicherheitshinweise heute aktualisiert.

Der Krieg im Iran dauert mit unverminderter Gewalt an. Selbst beliebte Urlaubsziele sind davon betroffen. Wie wir gestern berichteten, eilen Kriegsschiffe nach Drohnenangriffen nach Zypern. Heute gibt es beunruhigende Nachrichten aus der Türkei.

Bürger aufgefordert, das Land dringend zu verlassen
Das US-Außenministerium hat eine dringende Warnung herausgegeben: „US-Amerikanern in der Südosttürkei wird dringend empfohlen, das Land umgehend zu verlassen.“ Dies erfolgt, nachdem eine zweite ballistische Rakete über türkischem Gebiet abgefangen wurde. Ihr Ursprung: der Iran, mit dem sich die Türkei eine über 530 km lange Grenze teilt.

NATO spricht von absichtlichem Angriff
Die Türkei mag zwar ein neutrales Land im Krieg zwischen den USA und dem Iran sein, doch sie bleibt davon nicht verschont. Der erste Raketenangriff wurde am 4. März in der Provinz Hatay gemeldet. Der zweite Angriff erfolgte gestern, am 9. März, in der Nähe der Stadt Gaziantep. Glücklicherweise konnte die NATO-Luftabwehr in beiden Fällen den Angriff rechtzeitig abwehren, sodass nur Trümmerteile den Boden erreichten.

Es wird vermutet, dass das Ziel des ersten Angriffs der wichtige NATO-Luftwaffenstützpunkt Incirlik war. Dieser befindet sich in der Provinz Adana und beherbergt rund 1500 US-Soldaten. Adana selbst liegt im Süden der Türkei, am nordöstlichen Strand des Mittelmeers, etwa 300 km entlang der Küste von Alanya. Die NATO hat den Vorfall als vorsätzlichen Angriff auf ein Mitglied des Bündnisses eingestuft. Bislang ist wenig über das Ziel des jüngsten Angriffs bekannt, außer dass es sich ebenfalls um eine ballistische Rakete handelte. Es wurden keine Toten oder Verletzten gemeldet.

Warnung vor dem Südosten der Türkei
Die Vereinigten Staaten gehen jedoch kein Risiko ein: Allen Privatpersonen sowie allen nicht dringend benötigten Regierungsangestellten wurde dringend geraten, Adana zu verlassen. Das US-Konsulat dort wurde bereits geschlossen. Der Südosten der Türkei gilt nicht mehr als sicher.

Wer einen Urlaub in der Türkei gebucht hat, sollte sich bewusst sein, dass auch das Auswärtige Amt seine Reisehinweise für die Türkei aktualisiert hat. Demnach sind Reisen in Regionen entlang der türkischen Grenze zu Iran, Syrien und Irak unbedingt zu vermeiden.

Wichtiger Hinweis für Reisende
Für den Rest des Landes gilt eine niedrigere Warnstufe (Stufe 2 laut US-Außenministerium). Besuchern wird empfohlen, sich bewusst zu sein, dass im gesamten Land eine erhöhte Terrorgefahr besteht. Alle öffentlichen Versammlungen und Veranstaltungen sollten gemieden werden. Sie sollten sich auch von allen Regierungs- und Militäreinrichtungen fernhalten.

Aufgrund der sich rasch verändernden Lage in der Welt wird allen Urlaubern, die sich auf eine Auslandsreise freuen, empfohlen, vor der Buchung und erneut vor der Reise die Hinweise des Auswärtigen Amtes sorgfältig zu prüfen. Während Ihres Auslandsaufenthalts sollten Sie stets auf Verbote, Hinweise und Warnungen der lokalen Behörden achten.

Die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes für die Türkei finden Sie hier: https://www.auswaertiges-amt.de/de/reiseundsicherheit/tuerkeisicherheit-201962

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Oskar Herbert