

Ein unfassbares Drama ereignete sich am Samstag auf einem Straßenfest: Ein Auto raste in die Menge, dabei wurden mehrere Menschen getötet. Der tragische Vorfall ereignete sich in der Stadt Viña del Mar in Chile.
Große Trauer in Chile: Erst feierten Menschen ausgelassen auf einem Straßenfest in Viña del Mar westlich der Hauptstadt Santiago, dann kam es zu einer tödlichen Katastrophe. Ein Autolenker verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug und raste in die Menge.
Sechs Tote, sieben Verletzte
Laut Angaben der örtlichen Polizei wurden bei dem Zwischenfall mindestens sechs Menschen getötet und sieben weitere angefahren und verletzt. Der Fahrer wurde verhaftet – auch, um bei ihm einen Alkoholtest durchzuführen, wie der Polizeivertreter weiter mitteilte. Der Fahrer habe erklärt, er sei ohnmächtig geworden
Lenker berichtet von Ohnmacht
Bei dem Lenker handelt es sich um einen Unteroffizier der Infanteriemarine, also einen Bootsmann auf Landgang. Er war zum Zeitpunkt des Zwischenfalls aber nicht im Dienst, sondern außerhalb seiner Arbeitszeit privat unterwegs, teilte die Marine mit. Der Mann gibt an, ohnmächtig geworden zu sein und sich an nichts erinnern zu können, berichtete der Sender TVN.
Fotos vom Unglücksort aufgetaucht
Laut einer Augenzeugin fuhr er mit hoher Geschwindigkeit auf den Gehsteig, wo sich mehrere Personen aufhielten, darunter vermutlich einige Straßenhändler. Die Fahrbahn sei zudem regennass gewesen. Fotos vom Unglücksort zeigen ein weißes Auto mit einer zertrümmerten Windschutzscheibe und einer teilweise zerstörten Motorhaube, am Boden Kartons, Kleiderhaufen und andere Jahrmarktwaren.
Präsident sprach Beileid aus
Der chilenische Präsident José Antonio Kast sprach von einer Tragödie, welche das ganze Land in Trauer versetzt habe. Auf der Plattform X drückte er den Angehörigen der Verstorbenen und Verletzten sein Beileid aus. „Alle staatlichen Institutionen setzen sich dafür ein, den Betroffenen zu helfen und die Verantwortlichkeit für dieses schmerzliche Ereignis vollständig aufzuklären“, schrieb der Staatschef.
Fußgänger haben oft keine Chance
Wenn Fußgänger bei einer Kollision von einem Fahrzeug getroffen werden, dann meist unterhalb des Schwerpunkts an den Beinen und dem Becken, was oft zu Brüchen führt, bevor der Körper auf die Motorhaube oder Straße geschleudert wird. Prallt dann der Kopf auf der Scheibe oder dem Straßenboden auf, kann es zu einem Schädel-Hirn-Trauma kommen. Dieses kann wiederum von einer leichten Gehirnerschütterung bis zu schweren, dauerhaften Hirnschäden reichen oder gar zum Tod führen.