Deutschland unter Schock: Tote nach schweren Zugunglücken

Gleich zwei schwere Unglücke in 24 Stunden: Ein Güterzug in München stürzte von einer Brücke, zudem kollidierten auch noch zwei voll besetzte Personenzüge in der Nähe von London. Zwei Menschen starben, viele wurden verletzt.

Die Münchner Polizei und Feuerwehr mussten in der Nacht zu Samstag zu einem Großeinsatz ausrücken, nachdem zwei Waggons eines Güterzugs von einer Brücke gestürzt waren. Auf Nachfrage sagt die Polizei: „Zwei Güterzüge haben in Milbertshofen gegen 1.40 Uhr in der Schleißheimer Straße auf einer Bahnüberführung Rangierarbeiten durchgeführt. Dabei kam es zu einer Kollision, bei der einer der beiden Güterzüge in Richtung Schleißheimer Straße gedrückt wurde und herunterstürzte.“ Eine Person starb,

Trümmerteile am Asphalt
Die Fotos von der Unfallstelle sind spektakulär: Die beiden Waggons stehen schräg, mit einem Ende auf der Brückenkante, einem Ende auf der Straße. Trümmerteile befinden sich auf dem Asphalt. Das Unglück ereignete sich auf der Schleißheimer Straße zwischen Frankfurter Ring und Max-Diamand-Straße.

Großeinsatz am Unfallort
Ersten Erkenntnissen zufolge dürfte der Zug, dessen Waggons herabstürzten, nicht beladen gewesen sein. Der Polizeisprecher sprach davon, dass sowohl Bundespolizei und Landespolizei als auch Feuerwehr und Rettungsdienst vor Ort sein sowie eine Drohne zum Einsatz kam.

Bevölkerung war nicht in Gefahr
Ein Gutachter soll jetzt herausfinden, wie der Unfall genau abgelaufen ist. Eine Gefahr für die Bevölkerung habe aber zu keinem Zeitpunkt bestanden, so heißt es. Die Schleißheimer Straße musste indes in beide Richtungen gesperrt werden. Der Polizeisprecher dazu: „Die Bergungsarbeiten werden bis weit in den Samstag, vielleicht sogar bis in den Sonntag hinein, andauern.“

Bahnreisende im Regional- und Fernverkehr werden keine Auswirkungen des Unfalls merken, da das betroffene Gleis nur von Güterzügen genutzt wird.

Ein zweites Unglück in der Nähe von London involvierte zwei Personenzüge der East Midlands Railway, die am Freitag im Raum Bedford miteinander kollidierten.  Insgesamt kamen 56 Menschen zu Schaden, davon elf „sehr schwer“, wie der britische Rettungsdienst am Freitagabend bekanntgab. Ein Mensch erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen. 

Unfallursache unbekannt
Auch in diesem Fall kam ein Großaufgebot an Rettungskräften zur Unfallstelle. 20 Krankenwagen und sechs Rettungshubschrauber brachten alle Verletzten in Krankenhäuser oder versorgten sie noch vor Ort. Beide waren auf dem Weg Richtung London St. Pancras gewesen, als sie aus noch unbekannter Ursache zusammenstießen.

Betroffener Premier
Premierminister Keir Starmer nannte das Unglück „äußerst besorgniserregend“. Seine Gedanken seien bei den Betroffenen und deren Familien. „Ich bin den Rettungskräften für ihre schnelle Reaktion auf diesen tragischen Vorfall dankbar“, erklärte er.

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Martin Beier