

Die rund 1500 sogenannten Nazca-Linien, die vor beinahe 3000 Jahren in den Wüstenboden geritzt wurden, gehören zu den größten Touristenattraktionen in Südamerika. Verteilt über ein Gebiet von etwa 500 Quadratkilometern, kann die altertümliche Kunst nur aus der Luft bewundert werden. Dies wurde zum Verhängnis für mindestens zwei deutsche Urlauber, denn das Flugzeug, das sie über die jahrtausendealten Scharrbilder fliegen sollte, stürzte ab. Alle Insassen und beide Piloten kamen bei der Flugzeugkatastrophe ums Leben.
Keine Überlebenden
Der Vorfall ereignete sich in Pueblo Viejo, einem Gebiet etwa vier Kilometer von der peruanischen Stadt Nazca, die den charakteristischen Linien den Namen gegeben hat, und zwölf Kilometer von dem Kulturerbe entfernt. Laut Angaben der peruanischen Luftfahrtbehörden startete die Cessna Grand Caravan am vergangenen Samstag um 13:00 Uhr lokaler Zeit von einem Flugplatz in der nahegelegenen Stadt Pisco mit elf Touristen und zwei Piloten an Bord in Richtung der Sehenswürdigkeiten. Unter den Passagieren befanden sich neben dem deutschen Paar auch sieben italienische und zwei spanische Staatsangehörige. Kurz nach dem Start verlor der örtliche Kontrollturm den Kontakt mit der Maschine und gegen 13.20 Uhr kam die entsetzliche Meldung über den Absturz. Die Rettungsmannschaften eilten sofort zu dem nahegelegenen Absturzort, konnten aber nur noch die Leichen der Passagiere und Piloten bergen.
Keine näheren Angaben zu den Personalien
Bisher hat die peruanische Luftfahrtbehörde nur die Namen der beiden Piloten veröffentlicht. Bei den deutschen Opfern soll es sich laut ersten Angaben um ein Paar handeln. Die Region um die Nazca-Linien wird regelmäßig von Flugzeugabstürzen heimgesucht. Weil die Sehenswürdigkeit nur von der Luft aus begutachtet werden kann, hat sich ein reger Markt für private Fluggesellschaften in der Region entwickelt. Diese fliegen nicht immer mit den zuverlässigsten Maschinen. In den vergangenen Jahren kam es zu mehreren Havarien, bei denen mehr als 20 Menschen, die meisten europäische Touristen, ums Leben kamen. Die genaue Unglücksursache ist noch nicht bekannt und die Ermittlungen sind im vollen Gang.